Duisburg: Klage gegen den Problemhaus-Vermieter

Duisburg : Klage gegen den Problemhaus-Vermieter

Der Vermieter des Hochhauses In den Peschen hat seine Rechnungen nicht ordnungsgemäß bezahlt, sagen die Stadtwerke und ziehen vors Landgericht.

Der Vermieter der schlagzeilen-trächtigen Immobilie an der Straße In den Peschen in Bergheim zieht wie am Dienstag berichtet vors Verwaltungsgericht, weil der die aufwendige und damit teure Müllentsorgung vor dem Haus für überzogen (und damit für zu teuer) hält. Auf der anderen Seite wird er bald selber vor Gericht stehen, weil die Stadtwerke ihn verklagt haben.

"Wir haben offene Forderungen", bestätigt Torsten Hiermann, Sprecher des Duisburger Versorgungs- und Verkehrskonzerns. Der Vermieter zahlt offenbar die Abschlagzahlungen nicht in der geforderten Höhe. Die Stadtwerke stehen darum mit ihm im Gespräch. Zudem habe der Mann, der zu Duisburgs Rotlichtgrößen gezählt wird, Bonität. "Wir gehen darum davon aus, dass er zahlen könnte", so Hiermann.

Das Unternehmen baut darauf, dass der Vermieter nun gerichtlich gezwungen wird, die offenen Forderungen zu erfüllen. Die Versorgung aufgrund der ausstehenden Beträge einzustellen, hält der DVV-Konzern angesichts der gegenwärtigen Lage für wenig sinnführend. Zum einen würde damit nicht der Vermieter, sondern die Bewohner des Hauses "bestraft", zum anderen sorge solch ein Schritt in der gegenwärtig angespannten Lage unnötig für zusätzlich Zündstoff.

Plan zum weiteren Vorgehen angekündigt

In dieser Situation fordert die Duisburger CDU die Verantwortlichen der Stadt zum sofortigen Handeln auf. "Wenn die eh schon durch Lärm, Müll und Klaukids leidgeprüften Anwohner sich von selbst ernannten Hauswächtern aus dem linken Milieu tätlich angreifen lassen müssen, ist ein Punkt erreicht, den die Stadtgesellschaft bei aller gebotenen Toleranz nicht mehr länger hinnehmen darf", sagt Parteichef Thomas Mahlberg. Er fordert vom Innenminister (Duisburgs SPD-Parteichef) Ralf Jäger, die Duisburger Polizei personell besser auszustatten und vom Oberbürgermeister, zu handeln, statt auf die EU und die Bundesregierung zu zeigen. Beide müssten den Duisburgern das Gefühl geben, dass ihre Probleme nicht länger ignoriert, sondern beim Namen genannt und entschieden angegangen werden.

CDU-Ratsfraktionschef Rainer Enzweiler kündigte am Dienstag an, in Kürze einen Plan zum weiteren Umgang mit der Problematik in der Öffentlichkeit vorzulegen, "denn das konzeptionsarme Rumlavieren der Stadtspitze auf dem Rücken der betroffenen Anwohner ist mittlerweile unerträglich".

Die Duisburger CDU-Landtagsabgeordnete Petra Vogt warnte am Dienstag wie schon vor Monaten noch mal davor, In den Peschen einen rechtsfreien Raum entstehen zu lassen, in dem die von den Bewohnern des Problemhauses begangenen Straftaten nicht entschieden verfolgt und die teils katastrophalen Zustände geduldet werden. Wer nicht handle, dürfe sich nicht über die rechtspopulistischen Trittbrettfahrer und militanten Linken wundern, so die Abgeordnete.

>>>>> Kommentar zur geplanten Demo der Rechtspopulisten vor dem Problemhaus am Donnerstag

(RP)
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