Kita St. Peter in Duisburg-Rheinhausen feiert 65-jähriges Bestehen

Mit 100 Kindern im Petrusheim fing alles an : Kita St. Peter feiert 65-jähriges Bestehen

Mit einem Hauch von Nostalgie, aber auch ganz viel Moderne wurde im Kindergarten St. Peter gefeiert. Begonnen hatte alles im Petrusheim mit 100 Kindern.

Die Kindergartenzeit ist eine einmalige Zeit, an die man sich oft auch noch als Erwachsener zurückerinnert. Wann kann man schon so unbesorgt toben, im Sandkasten spielen und nach Lust und Laune basteln? Die Kindheit wird in der Kindertagesstätte St. Peter aktiv gestaltet. „Jedes Kind hat eine eigene Persönlichkeit, die wir wahrnehmen und fördern“, sagte Leiter Robin Wagner. Für ihn und sein Team war es ein ganz besonderer Tag: „Heute feiern wir den 65. Geburtstag unserer Kita.“

Das Erzieherteam hat sich für die Geburtstag einiges einfallen lassen. Luftballons rund um den Eingang deuteten auf eine Geburtstagsparty hin. Familien erkundeten das Kita-Gelände und die Räume. Aktuell werden hier 75 Kinder im Alter zwischen drei und sechs Jahren aus 17 Nationen betreut. Das war nicht immer so, wie eine historische Ausstellung zeigte. Vor den alten Fotos blieben ehemalige Kindergartenkinder stehen und erinnerten sich zurück. Eindrucksvoll zeigten die Bilder aus dem Gründungsjahr 1926 die damaligen Verhältnisse. Wo einst Unterkünftige belgischer Besatzungstruppen nahe der Kirche St. Peter standen, erhielt die Pfarrei St. Peter am 16. November 1926 Raum für einen katholischen Kindergarten.

Mit 100 Kindern fing im damaligen Petrusheim alles an. Am 16. Mai 1954 segnete Pfarrer Brötsch die Kita St. Peter an der Schwarzenberger Straße. Schwestern des Clemensordens führten das Haus. Schwester Englatia legte etwa Wert auf musikalische Früherziehung mit Flötenunterricht. In den 60er und 70er Jahren kamen Gruppenräume und ein Turnraum hinzu.

Schon damals prägten Ausflüge, Sommerfeste und Bastelangebote das Kindergartenleben. Der heutige Leiter Robin Wagner, 1992 geboren, war einst selbst Kindergartenkind in der Kita St. Peter. Just zeigte er ein Foto, auf dem er als Kind in der Turnhalle sitzt. „Wenn ich heute die Räume betrete, sind sie sich nostalgisch treu geblieben und gleichzeitig modern“, so Wagner. Ein Hauch von Nostalgie war ohnehin beim Geburtstag zu spüren. In Hommage ans Gründungsjahr waren die Kita-Mitarbeiter in Petticoats oder mit Hosenträger und Fliege gekleidet. Dosenwerfen und Eierlaufen stand auf dem Programm, eine Fotoecke mit historischer Kleidung und Trödelstände komplettierten das bunte Treiben. „Aktuell pflanzen wir eine Blumenwiese für Bienen“, sagte Kirsten Zander, die seit 26 Jahren als Erzieherin arbeitet. Mutter Yvonne Forst ist begeistert: „Mein fünfjähriger Sohn Paul liebt die Kita. Schon mein Schwiegervater war hier Kindergartenkind.“ Sie hofft, dass der naturbelassene Charme auch beim geplanten Neubau rund um die Kirche St. Peter erhalten bleibt. Insgesamt zeigte das Geburtstagsfest, wie viele Menschen der Kita St. Peter verbunden bleiben und sich gerne an ihre Kindergartenzeit erinnern.

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