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Duisburg: Kirche besinnt sich auf ihre Ursprünge

Duisburg : Kirche besinnt sich auf ihre Ursprünge

Seit 450 Jahren evangelisch – das feiern die fünf Gemeinden in Rheinhausen, Friemersheim und Rumeln-Kaldenhausen vom 22. bis 29. September. Es gibt Musik, Kabarett, Gottesdienste, Gesprächsrunden, einen Kindertag und vieles mehr.

"Rheinhausen, Evangelische Christuskirchengemeinde, 1563" steht auf dem Siegel geschrieben. In jenem Jahr wurde in Rheinhausen der erste protestantische Pfarrer in sein Amt eingeführt: Martin Hovius, ein gebürtiger Hochemmericher, der in Wittenberg studiert hatte. Mit Unterstützung des Grafen und der Synode Moers wurde die Reformation danach zügig durchgesetzt. Seither gibt es Protestanten in Rheinhausen. Sie sind besonders stolz darauf, dass es keine Reformation "von oben" war, sondern eine Volksbewegung – weil die Menschen dies wollten. Und das ist es ja auch, was die evangelische Kirche bis heute auszeichnet.

1563, die Ursprünge des Evangelischen in Rheinhausen – 450 Jahre ist das jetzt her. Im September soll das unter dem Motto "450 Jahre evangelisch vor Ort" mit einer Festwoche groß gefeiert werden. Seit vielen Wochen sitzen Vertreter der drei evangelischen Kirchengemeinden in Rheinhausen (Christus-, Friedens- und Erlöserkirchengemeinde) sowie der evangelischen Gemeinden Friemersheim und Rumeln-Kaldenhausen zusammen, um das gemeinsame Fest zu planen.

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Alle Generationen und viele Gruppen aus den Kirchen und Gemeindehäusern werden mit dabei sein. "Aus jeder Gemeinde wurden zwei Leute einberufen, die an der Ausgestaltung des Programms mitarbeiten", sagt Dieter Herberth, Pfarrer in der Christuskirchengemeinde. "Das Programm soll bunt und vielseitig sein, so dass für jeden etwas dabei ist."

Beginnen soll die Festwoche am Sonntag, 22. September, um 10 Uhr mit einem Festgottesdienst in der Christuskirche, Friedensstraße 1. Für Musik sorgen die Kantorei der Christuskirche und die Kantorei Rumeln-Kaldenhausen sowie der Posaunenchor der Christuskirche. Die Predigt hält Superintendent Ferdinand Isigkeit. Nach einem gemeinsamen Mittagessen hält Dr. Joachim Daebel einen Vortrag über "Die Reformation in der Synode Moers".

"Was ist eigentlich Evangelisch" – so lautet der Titel eines Vortrags von Okko Herlyn am Montag, 23. September, um 19.30 Uhr im Clarenbachhaus, Clarenbachstraße 17. Der Theologieprofessor und Kleinkünstler legt die grundlegenden Erkenntnisse der Reformation und ihre Bedeutung für die heutige Gesellschaft und Kirche in verständlicher Form dar; anschließend wird diskutiert.

"Männerarbeit in Rheinhausen ist immer noch ein Stiefkind", sagt Pfarrer Ingo Schäfer von der Kreuzkirche, Wörthstraße 28. Deshalb lädt er für Dienstag, 24. September, 19 Uhr, unter dem Titel "Exoten oder Normalos" alle Männerkreise zum Austausch und Gespräch ein. Standesgemäß soll dies am Grill und an der Biertheke erfolgen.

Nette Leute treffen kann man beim Gemeindefrühstück am Mittwoch, 25. September, ab 9.30 Uhr im Gemeindezentrum Christuskirche, Friedensstraße 3. Am selben Tag beginnt um 16 Uhr ein Bastel- und Spielnachmittag für Kinder im Gemeindezentrum Tempel, Peschmannstraße 2. Und am Abend erklingt um 19.30 Uhr auf der neuen Orgel der Dorfkirche Friemersheim, Friemersheimer Straße 10, im Rahmen der "Orgeltour Rheinhausen" Musik aus fünf Jahrhunderten.

Zwei Veranstaltungen gibt es am Donnerstag, 26. September: Um 15 Uhr beginnt ein Frauen- und Frauenhilfsnachmittag in der Erlöserkirche, Beethovenstraße 18 a; um 19.30 Uhr ist Okko Herlyn zu Gast in der Gemeinde Rumeln, Friedhofallee 9. Unter dem Motto "Hier stehe ich, ich kann auch anders!" verspricht er "wenig erbauliches Kabarett aus Kirche und anderen Provinzen".

Gespräche, Kaffee und Musik mit Pfarrerin Beate Rosenbaum-Kolrep und Pfarrer Ulrich Koch gibt es für Besucher der Friedenskirche, Lutherstraße 5, am Freitag, 27. September, um 19 Uhr. Die vielversprechende Überschrift lautet: "Ich bin kathogelisch – vom Sinn und Unsinn konfessioneller Verschiedenheit". Eine Jam-Session findet am Freitag, 27. September, um 19 Uhr im Jugendzentrum Tempel statt. Gitarre, Bass, Gesang – egal was, egal wie gut: Alle dürfen an diesem Abend auf die Bühne.

Alle Konfirmanden treffen sich am Samstag, 28. September, von 16 bis 19 Uhr in der Christuskirchengemeinde. Der Nachmittag mit Gottesdienst steht unter dem Thema "Warum eigentlich evangelisch – ist doch eh alles dasselbe!"

Am Samstag, 28. September, beginnt um 19 Uhr in der Erlöserkirche ein Konzert mit den Swinging Souls und Band. Die Musiker treten einen Tag später am Sonntag, 29. September, 10 Uhr, noch einmal an selber Stelle auf: beim Gospelgottesdienst "Celebrate a litte Jazz Mass by Bob Chilcott". Mit dabei sind auch Okko Herlyn und Pfarrerin Christa Beutelmann.

(RP)