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Duisburg: Kirche als Anwalt für Familien

Duisburg : Kirche als Anwalt für Familien

Mit einer neuen familienpolitischen Initiative möchte die Kirche in Nordhein-Westfalen zeigen, wie vielfältig katholische Einrichtungen Familien unterstützen. Ruhrbischof Overbeck unterstützt Kampagne "Bindung macht stark".

Nachhaltig Landesfamilienpolitik stärken! - unter dieser Überschrift steht die familienpolitische Initiative der katholischen Kirche in Nordrhein-Westfalen, die jetzt das Katholische Büro NRW vorstellte.

Mit der familienpolitischen Initiative möchte die Kirche in NRW zeigen, wie vielfältig katholische Einrichtungen Familien unterstützen. Gleichzeitig zeigt die Initiative auf, wo aus kirchlicher Sicht politischer Handlungsbedarf besteht, um die Situation von Familien in NRW zu verbessern. "Das Land muss die Familienpolitik noch stärker in den Fokus nehmen und sie als Querschnittsaufgabe sehen, die alle Politikbereiche betrifft", fasst Dr. Antonius Hamers, Leiter des Katholischen Büros NRW die Forderungen der familienpolitischen Initiative zusammen.

Künftig sollten beispielsweise "alle Gesetzesvorhaben auf ihre Familienverträglichkeit überprüft werden", nennt Hamers einen konkreten Vorschlag der Initiative. "Als katholische Kirche in Nordrhein-Westfalen sind wir einer der größten Leistungsträger für gelingendes Familienleben", so Pfarrer Hamers. Deshalb sei es der Initiative wichtig, "dass wir als katholische Kirche mit unseren unterschiedlichen Einrichtungen und Verbänden nicht nur Forderungen aufstellen, sondern selbst unseren Beitrag leisten - für die Menschen und damit für unsere Gesellschaft". Gerade aus dieser Position heraus und aufgrund der Erfahrungen in landesweit tausenden katholischen Familien-Einrichtungen, seien die Forderungen entstanden, die das Büro nun in den politischen Diskurs einbringt, erläutert Hamers.

Unter Federführung des Katholischen Büros haben Expertinnen und Experten aus den fünf (Erz-)Bistümern Köln, Paderborn, Münster, Aachen und Essen sowie aus den Caritasverbänden und weiteren kirchlichen Verbänden als Auftakt der Initiative ein Papier erstellt, das in zehn familienrelevanten Bereichen kirchliches Engagement und politische Forderungen verbindet und als Grundlage für die politische Diskussion auf Landes- wie auf regionaler Ebene dienen soll. Inhaltlich umfasst das Papier folgende Schwerpunkte: - Ehe und Partnerschaft unterstützen - Wohnen ermöglichen - Erwerbsarbeit und Fürsorgearbeit balancieren - Armut überwinden - Bildung früh beginnen - Schulen entwickeln - Jugendarbeit wertschätzen - Familienbildung fördern - Wissenschaftskompetenz nutzen - Generationen zusammenhalten.

"Als katholische Kirche sind wir immer auch Anwalt für Familien und für ein Leben mit Kindern", betont Hamers. "Wir werden auch zukünftig unseren Beitrag leisten, damit Familienleben für alle Menschen in Nordrhein-Westfalen gelingen kann", kündigt er an und betont, dass das Katholische Büro nach dem nun vorgelegten Papier weitere familienpolitische Akzente setzen wird.

Ruhrbischof Dr. Franz-Josef Overbeck kündigte an, die Familienkampagne "Bindung macht stark" des Bistums Essens auch 2017 mit einer Reihe unterschiedlicher Veranstaltungen fortführen zu wollen. "Jeder ist auf irgendeine Weise Teil von Familie. Die Situation der Familie(n) geht uns alle an", betonte Ruhrbischof Dr. Franz-Josef Overbeck.

Das Katholische Büro NRW ist die Kontaktstelle der nordrheinwestfälischen (Erz-)Bistümer Köln, Paderborn, Münster, Aachen und Essen zum Landtag, zur Landesregierung, zu den Parteien, zu Institutionen und Verbänden sowie zu den evangelischen Landeskirchen.

(RP)