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Duisburg: Keine Ware vom Band

Duisburg : Keine Ware vom Band

"Nix China, nix Hongkong und gar nix vom Band – wir nähen noch selber mit Herz und Verstand". Diesen Wahlspruch hat sich Britta Küsters auf die Fahne geschrieben. Auf dem Kunst- und Handwerkermarkt gestern im Revierpark Mattlerbusch bot sie Tischdecken aus eigener Herstellung an. Ob lebensgroße Äpfel oder afrikanische Steppe, auf ihren ausgefallenen Tischdecken sind viele Motive zu entdecken.

Gut besucht war der Markt. Bereits um kurz nach elf war kein Parkplatz mehr auf dem Gelände des Mattlerhofs zu bekommen. Zahlreiche Interessierte schoben sich durch die Gänge und begutachteten die Waren. Ob Schmuck oder Keramik, Marmelade oder Sommerblumen – es fand sich alles, was das Herz begehrt. Originell ein Stand mit Gewürzen und Kräutern – man konnte sie frisch oder getrocknet erwerben und bereits verarbeitet als Dipp kosten. Andrea Johanna Janßen aus Kleve kommt viermal im Jahr zum Mattlerhof. "Liebevoller Kinderkram" nennt sie ihr Angebot. Und tatsächlich bietet sie liebevoll gestaltete Waren für die ganz Kleinen an. Rosa karierte Kissen mit Namen bestickt, Wickeltaschen in blau, Schnullerketten mit Namen. Die kleinen Besucher des Marktes konnten eine Runde hoch zu Ross durch den Revierpark drehen. Außerdem stand ein Kettenkarussell bereit. So konnten Papa und Mama in Ruhe die Stände anschauen, während der Nachwuchs selig durch die Luft flog. Interessant für Kinder war auch die große Donut-Maschine. Ganz automatisch liefert sie frische Donuts frisch auf den Teller. Die gute Atmosphäre auf dem Markt lobte Thomas Martin aus Duisburg. "Durch die verschiedenen Ebenen, die der Mattlerhof bietet, entstehen immer neue Eindrücke."

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Eine kleine Kunstausstellung mir Werken des Duisburger Künstlers Roland Wardeski hatte im Pavillon Platz gefunden. In Öl auf Leinwand malt Wardeski Motive aus Duisburg und Umgebung. Hier erkannte man das Duisburger Stadttheater, den Innenhafen und auch Industriekulisse wie den Stadtwerketurm wieder.

Natürlich war auch für das leibliche Wohl der Besucher bestens gesorgt. Dabei waren die "Ess-Stände" nicht in der Überzahl und hielten sich entgegen anderen Märkten diskret im Hintergrund. Hier soll es nämlich um eines gehen – um Kunsthandwerk – keine Ware vom Band eben.

(RP)