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Duisburg: Keine Bebauung: Baerler Busch soll Wald bleiben

Duisburg : Keine Bebauung: Baerler Busch soll Wald bleiben

Duisburgs Dezernent Carsten Tum stellte auf einer SPD-Bürgerversammlung am Freitag aktuelle Projekte vor.

Rund 70 Baerler besuchten am Wochenende die SPD-Bürgerversammlung in der Waldschenke. Dort stellten Hans-Gerd Bosch, Sprecher der SPD-Bezirksfraktion, und Duisburgs Baudezernent Carsten Tum Bauprojekte für den Stadtteil mit rund 5 000 Einwohnern im Nordwesten Duisburgs vor.

Flächennutzungsplan Duisburg 2027 in Baerl: Weil die beteiligten Bürger und Bezirkspolitiker zahlreiche Wünsche vorbrachten, haben sich im Vorentwurf des neuen F-Plans einige Punkte geändert. Hier soll nicht gebaut werden: Es wird keine neuen Wohnbauflächen südlich des Loheider Sees, östlich des Baerler Busches nahe der Hermann-Löns-Straße und Am Hasenkamp östlich der Schulstraße Richtung Binsheimer Feld geben. Bosch: "Unser Ziel war, dass wir keine Ausuferung der Wohnbebauung in Landschaftsschutzgebieten und Seeflächen bekommen. So bleibt die Fläche am Baerler Busch Wald." Die genannten drei Grundstücke sind im neuen F-Plan nun nicht mehr Wohnbau-, sie bleiben Grünflächen. "Wir können heute davon ausgehen, dass dort in den nächsten Jahren nichts passiert", so Tum. Umstritten: Nach dem Willen der Bezirksfraktionen von SPD und Grünen soll auch die große Weideland-Fläche Im Niederfeld an der Ecke Elisen-/Hattropstraße Richtung Moers nicht bebaut werden. Dagegen tritt die CDU-Fraktion für eine Bebauung des Niederfelds ein. Auch Baudezernent Tum ist dafür: "Wir sehen nicht ein, dass immer nur von Moerser Seite auf diese Flächen zugegriffen wird."

Hier soll gebaut werden: An der Mühlenstraße will die Baugesellschaft Area auf rund zwei Hektar 30 Einfamilienhäuser mit 45 Wohneinheiten und einem großen Kinder- Spielplatz errichten. Zu diesem Projekt stellten die Bürger die meisten Fragen. Am 13. Juli gibt es dazu eine Bürgerbeteiligung im Rahmen einer Sondersitzung der Bezirksvertretung im evangelischen Gemeindehaus.

Auch nahe dem Uettelsheimer See rund um den Eurohof sowie auf dem Gelände der früheren Rhein-Emscher-Armaturenfabrik an der Ecke Wald-/Jakob-Schroer-Straße nahe dem Baerler Busch sind im neuen F-Plan Wohnbauflächen ausgewiesen, dort sollen kleine Siedlungen entstehen. Bosch stellte aber klar: "Wir wollen den Uettelsheimer See von jeder Wohnbebauung freihalten." Die Bautiefe betrage nur jeweils 30 Meter.

(RP)