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Duisburg: Kein neuer "Gläserner Hut"

Duisburg : Kein neuer "Gläserner Hut"

Duisburgs Architekten machen sich Gedanken über die Gestaltung der Bahnhofsplatte. Am Donnerstag wollen sie darüber auch mit interessierten Bürgern ins Gespräch kommen.

"Be Welcome" statt "Bonjour Tristesse" — welches Motto passt besser zur Bahnhofsplatte? Zurzeit wohl eher die Tristesse. Doch das soll sich bekanntlich ändern. Das von der Stadt moderierte Verfahren sammelt zurzeit Ideen, um am Ende zu einer neuen "Bespielung" des Bahnhofsvorplatzes zu kommen. Auch der Bund Deutscher Architekten (BDA) nimmt sich dieses Themas an. Unter dem Motto "Be welcome" statt "Bonjour Tristesse" findet am Donnerstag, 31. Januar, 19 Uhr, im Lehmbruck-Museum eine vom BDA initiierte Veranstaltung zur Bahnhofsplatte statt.

"Wir beteiligen uns an der Reihe "plastikBar" des Museums mit drei Veranstaltungen im Jahr. Diesmal geht es um ein Thema, das viele interessieren dürfte", sagt Dirk Druschke vom Vorstand der BDA-Gruppe Rechter Niederrhein. Deshalb sei die Veranstaltung auch für alle Interessierten und nicht nur für Architekten gedacht. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Drei Kurz-Impulse gehen der Diskussion voran. Zunächst wird Duisburgs Planungsdezernent Carsten Tum über Stand und Ziel informieren. Dann wird Hans-Dieter Collinet, früherer Ministerialdirigent im Landesbauministerium und Jury-Mitglied beim Architekten-Wettbewerb für die Bahnhofsplatte, aus externer Sicht über Chancen der Gestaltung sprechen. Der dritte Impuls kommt vom Düsseldorfer Landschaftsarchitekten Thomas Fenner.

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"Es geht nicht so sehr um die Gestaltung eines Großstadt-Platzes, sondern vielmehr um die Ausgestaltung städtischen Freiraums", sagte Christof Nellehsen, Vorsitzender des BDA Rechter Niederrhein. Er will auch die Vergangenheit Revue passieren lassen — doch eine Rückkehr zum "Gläsernen Hut" beispielsweise werde es nicht geben. "Heute käme niemand auf die Idee, ein Lokal einzurichten, das auf eine Stadtautobahn ausgerichtet ist."

Dirk Druschke vermisst in der bisherigen Debatte eine Vision "davon, was wir eigentlich mit der Bahnhofsplatte vorhaben". Unbestritten sei wohl, dass die Wegführung vom Ausgang des Hauptbahnhofs zur Königstraße genau so wichtig ist wie der Wunsch, die Platte mit einer eigenen Aufenthaltsqualität zu versehen.

(RP)