Kampagne von Duisburg Kontor Werbung mit Gesichtern, die eine Stadt prägen

Duisburg · Was macht Duisburg eigentlich so besonders? Seine Menschen.Duisburg Kontor startet daher nun mit einer Aktion, die auch ein wenig als Dank für die Menschen gedacht ist, die ihr Gesicht für die „Duisburg ist echt“-Kampagne gezeigt haben. Was geplant ist.

Eines der Motive der neuen Imagekampagne von Duisburg Kontor.

Eines der Motive der neuen Imagekampagne von Duisburg Kontor.

Foto: Duisburg Kontor

Besser kann man es wohl kaum sagen: „Duisburg hat über eine halbe Million Gesichter und jedes einzelne prägt unsere Stadt. #duisburgistecht – gemeinsam sind wir Duisburg.“ Dieses Wir-Gefühl soll nun mit einer vierwöchigen Werbekampagne noch einmal gestärkt werden. Auf 120 Großplakaten, 23 City Screens und 13 Roadside Screens sind dann in unterschiedlichen Formaten eine ganze Reihe von Duisburgern zu sehen, die sich für die „Duisburg ist echt“-Kampagne zur Verfügung gestellt hatten. City Screens sind digitale Werbetafeln, wie sie zum Beispiel auf der Königstraße stehen, die Roadside Screens sind digitale Werbeplakate am Straßenrand.

Den Verantwortlichen wie den Kontor-Geschäftsführern Uwe Kluge und Christoph Späh oder den für Tourismus und Stadtmarketing zuständigen Kai-Uwe Homann geht es vor allem daran, denjenigen ein Gesicht zu geben, die sonst nicht unmittelbar im Rampenlicht stehen – also der Kranführerin und nicht dem Firmenboss; denjenigen, die den Vorhang aufziehen und nicht denen, die ohnehin auf der Bühne stehen. Uwe Kluge zeigte sich jetzt selbst ein wenig überrascht, dass die Kampagne mit dem blauen „Duisburg ist echt“- Schriftzug für einen echten Wiedererkennungswert gesorgt hat und so durchaus erfolgreich war, auch wenn die Titelzeile eigentlich auch Raum für eine negative Fortsetzung lässt. Nun sollen die Kampagnen-Köpfe auf den Werbeflächen des Ströer-Konzerns noch einmal helfen, Identität zu schaffen und die Identifikation mit der Stadt zu stärken.

Für Duisburg Kontor war das Jahr 2023 durch einige Highlights gekennzeichnet. Um in diesem Jahr den Fokus auf die Sportstadt Duisburg zu richten, hatte die Politik rund eine Million Euro zusätzlich zur Verfügung gestellt. Großveranstaltungen wie die Ruhr Games, die „Finals“, die Kanu-WM und das Engagement des Stadtmarketings bei Rhein Fire kamen letztlich gut an, erlebten einen großen Zulauf und waren weitgehend frei von organisatorischen Pannen. Zuvor hatte das Fußball-Länderspiel der Frauen zwischen Deutschland und Schweden den Auftakt für ein ganz besonderes Duisburger Sportjahr gegeben.

Mit der Einstellung der 27-jährigen Laura van Loosen, einigen sicher als Kickerin bei Eintracht Duisburg ein Begriff, wurde bei Duisburg Kontor noch eine Stelle speziell fürs Sportmarketing geschaffen. Laura van Loosen hat Sportmanagement und Kommunikation studiert und will dazu beitragen, dass sich Duisburg noch stärker als Sportstadt etabliert. „Dass Duisburg eine Sportstadt ist, ist bei vielen in den Köpfen schon angekommen– manche brauchen aber noch einen Anstubser“, sagt sie.

Die Zahlen sprechen dabei für sich: Bei den Ruhr Games wurden insgesamt 92.000 Zuschauer gezählt, die Kanu-WM sorgte für rund 11.000 zusätzliche Übernachtungen in Duisburg, so dass die Zahl an Übernachtungen auf mehr als 18 Prozent gegenüber der Vor-Corona-Zeit gesteigert werden konnte.

Und noch etwas freut die Macher des städtischen Marketings: Allen Unkenrufen zum Trotz wurde die Beecker Kirmes ein Erfolg. „Für 2024 registrieren wir schon jetzt mehr Interesse bei den Schaustellern“, sagt Christoph Späh.

Kontor-Chef Uwe Kluge weiß indes auch, was beim Werben für die Stadt nicht gerade hilfreich ist. „Wir haben halt einige Spezialimmobilien wie den Schlachthof, das Theater oder die Schauinslandreisen-Arena“, sagt er. Insbesondere das Stadion – und dann auch noch mit einem stark abstiegsgefährdeten MSV Duisburg – sorgt für Negativschlagzeilen, die dem Image der Sportstadt schaden können. Auch wenn Duisburg Kontor für die Vermarktung gar nicht zuständig ist. Für einen Fußball-Viertligisten ist die Arena völlig überdimensioniert, für Großkonzerte allerdings auch nicht geeignet, denn Fluchtwege und Lärmschutz stünden dem im Wege.

Und auch den Ärger mit dem Bund der Steuerzahler, der wie berichtet den blauen Aufsteller mit dem „#duisburgistecht“-Schriftzug wegen der Kosten kritisiert hatte (die RP berichtete), wollen die Marketing--Fachleute vergessen lassen: Dank großzügiger Rabatte mit Ströer konnten die Kosten für die nun beginnende Kampagne niedrig gehalten werden. Die reinen Media-Kosten liegen nach Angaben von Kai-Uwe Homannn bei 37.000 Euro.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort