Kaldenhausen: Steinbau baut neue Wohnungen an der Ulmenstraße

Kaldenhausen : Neue Immobilien an Stelle der „Horrorhäuser“

Die Schrottimmobilien an der Ulmenstraße haben nach jahrzehntelangen Verhandlungen einen neuen Besitzer. Der Rumelner Bauträger Steinbau will dort Eigentumswohnungen bauen.

Die Jahreszahlen sind reiner Zufall:
29 Jahre waren die Häuser bewohnt, 29 Jahre stehen sie leer und gammeln vor sich hin. In einem Jahr sollen sie dann weg sein, ein weiteres Jahr später könnten dort, an der Birkenstraße und der Ulmenstraße, schmucke Mehrfamilienhäuser stehen. Nach jahrzehntelangem Verhandeln sind die sogenannten Kaldenhausener Horrorhäuser jetzt an den Rumelner Bauträger Steinbau verkauft worden. „Nach engagierten Gesprächen wurde etwas möglich, woran sich eine ganze Generation von Verwaltungsexperten und Volksvertretern vergeblich versucht hatte“, sagt der Rumelner CDU-Bezirksvertreter Ferdi Seidelt.

Die Gebäude stammen laut Seidelt aus den späten 1950er Jahren und wurden als ergänzender Teil der sogenannten Polensiedlung hochgezogen. In den beiden Häusern wohnten knapp 40 Familien. Doch schon in den 80er Jahren wollte dort niemand mehr wohnen. Die Wohnungen, 1983 an eine Wuppertaler Firma verkauft, verfielen. Vor ziemlich genau 30 Jahren zogen die letzten Mieter aus – Zwangsräumung. Jetzt kam der Verkauf des 7500 Quadratmeter großen Areals zu Stande. Steinbau-Chef Arne Thomsen einigte sich mit der Erbengemeinschaft. Zu welchem Preis das Grundstück den Besitzer wechselte, teilt Thomsen leicht verklausuliert mit. Mit dem ortsüblichen Quadratmeterpreis von 230 Euro sei man nicht ausgekommen, insgesamt wolle er 14 bis 15 Millionen Euro in das Gelände investieren.

„Entstehen sollen drei dreigeschossige Häuser mit je neun Wohnungen und zwei zweigeschossige Häuser mit Staffelgeschoss mit je acht Wohnungen“, sagt der Bauherr. Größe: Zwischen 80 und 110 Quadratmeter. Kaufpreis: 250.000 bis 300.000 Euro. Die beiden Wohnungen mit der Dachterrasse seien entsprechend teurer. Laut Arne Thomsen bekommen alle Häuser je eine Tiefgarage, eine Grünfläche mit Spielplatz und Besucherparkplätze seien auch vorgesehen. Ferdi Seidelt: „Am Dienstag, 24. Juli, 16 Uhr, werden die umliegenden Bewohner vor der ,Ulmenwirtin’ zu einem Gläschen Bier eingeladen, bevor der Bauzaun errichtet und zuerst einmal das Gelände gerodet und entrümpelt wird.“

Insgesamt könnten mehr als
100 Wohneinheiten an der Ulmenstraße/Birkenstraße entstehen. Für das benachbarte Grundstück der ehemaligen Friedrich-Fröbel-Sonderschule (9500 Quadratmeter, Leerstand seit 2010) hat der Stadtrat einen Bebauungsplan aufgestellt. Hier sollen fünf Mehrfamilienhäuser gebaut werden.

(dc)