Duisburg: Jungstörche leiden unter schlechtem Wetter

Duisburg : Jungstörche leiden unter schlechtem Wetter

Die in der Walsumer Rheinaue brütenden Störche leiden auch in diesem Frühjahr wieder unter dem ungünstigen Wetter. Anwohner hatten jüngst beobachtet, dass ein Storchenpaar zwei tote Jungtiere aus seinem Nest entfernt hat. Die noch lebenden Jungstörche werden aber weiter versorgt. Laut Jürgen Hinke, Vorsitzender des Naturschutzbundes (Nabu) Duisburg, ist die knappe Nahrung das Problem.

"Störche ernähren sich von vielen Tieren, unter anderem von Mäusen. Wenn es regnet und die Rheinaue und damit auch die Mäuselöcher unter Wasser stehen, gibt es davon aber nicht so viele", erklärte er. Auch Frösche seien knapp. Nach ihrer Rückkehr aus Afrika lassen sich die Zugvögel seit vielen Jahren wieder vermehrt am gesamten Niederrhein zur Brut nieder. In Duisburg sind sie dank der aufgestellten Nisthilfen bislang nur in der Walsumer Rheinaue anzutreffen. "Es ist schade, dass gerade in der Phase, wo viel Nahrung für die Jungstörche nötig ist, das Wetter in den vergangenen Jahren immer so schlecht war", so Hinke. Dass einzelne Tiere nicht durchkommen, sei jedoch normal. "Es ist von der Natur so vorgesehen, dass es immer zwei Jungtiere schaffen, um die Eltern zu ersetzen". Von einem Eingreifen hält der Naturschützer nicht viel. Störche seien zwar selten, seit den 70er Jahren jedoch nicht mehr in ihrem Bestand bedroht. "Ich bin dagegen, einzugreifen. Es sind Wildtiere, wir sind ja nicht im Zoo", so Hinke. In anderen Regionen sei in den vergangenen Jahren teilweise versucht worden, den Störchen zu helfen, indem Eimer mit Mäusen in der Nähe der Nester bereit gestellt wurden. "Das hat aber auch nicht viel gebracht. Die Tiere müssen einfach versuchen, ihre Jungen durchzubringen. So will es die Natur", sagte Hinke.

(spie)