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Duisburg: Jugend will's wissen – und forscht

Duisburg : Jugend will's wissen – und forscht

Michael Moll (17), Dennis Schreiber (17) und Lars Wieczorek (21) vom Friedrich-Albert-Lange-Berufskolleg haben eine Idee: Pflanzen in verschiedenen Atmosphären wachsen zu lassen. Sie wollen beobachten, wie Kresse sich in einem abgeschlossenen Glasbehälter entwickelt, wenn sie anstatt "normaler Küchenluftatmosphäre" verschiedenen Gasatmosphären ausgesetzt ist.

Michael Moll (17), Dennis Schreiber (17) und Lars Wieczorek (21) vom Friedrich-Albert-Lange-Berufskolleg haben eine Idee: Pflanzen in verschiedenen Atmosphären wachsen zu lassen. Sie wollen beobachten, wie Kresse sich in einem abgeschlossenen Glasbehälter entwickelt, wenn sie anstatt "normaler Küchenluftatmosphäre" verschiedenen Gasatmosphären ausgesetzt ist.

Wasserstoff liefert das beste Ergebnis, stellen sie fest. Die Kresse hält sich fünf Wochen, die Farbe ist grasgrün und die Vitalität sehr gut. Das Gas, das eigentlich als wachstumsfeindlich bekannt ist, bekommt den Pflanzen besonders gut. "Das war eine spontane Idee und wir sind total überrascht", sagt Lars Wieczorek auf die Frage, wie sie dazu gekommen sind, mit Wasserstoff zu experimentieren: "Wir wollten einfach mal gucken".

Der größte Anreiz ist, am "Jugend forscht"-Projekt teilzunehmen. Der Betreuer des Projektes, Alfred Knorr, der sein Team stets motiviert und fördert, hatte immer wieder nachgefragt, wer teilnehmen wolle. Von den zuerst acht teilnehmenden Schülern ist dann "Gott sei Dank" die Dreiergruppe bestehen geblieben.

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Gut für die Bewerbung

18 Teams habe er in den letzten 16 Jahren in die regionale Ausscheidung geschickt. "Am wichtigsten ist dabei die Urkunde, die die Schüler bekommen. Die wird sicherlich ein Vorteil bei zukünftigen Bewerbungsgesprächen sein", so der Chemielehrer. "Ich hoffe, dass die Juroren das Ergebnis ähnlich einschätzen wie ich und die Jungs zum Landeswettbewerb zu Bayer nach Leverkusen geschickt werden".

Die Forschungsergebnisse sind anschaulich dargestellt, der Betrachter erkennt anhand von verschiedenen Glasbehältern, wie sich die Kresse unter Einfluss von verschiedenen Gasen entwickelt. Die Forschung sei sicherlich für die Blumenindustrie und Landwirtschaft interessant, sagt Dennis Schreiber. Lars Wieczorek ergänzt, man könne über Treibhäuser nachdenken, in denen eine 99-prozentige Wasserstoffatmosphäre herrsche. Nur Menschen sollten in der für sie lebensfeindlichen und explosiven Atmosphäre nicht arbeiten. Denn Wasserstoff ist ein hochentzündliches Gas.

Um ihre Forschung zu intensivieren, sind die drei Nachwuchs-Chemiker allerdings auf fremde Hilfe angewiesen. "Wir stehen in Kontakt mit der Universität Duisburg-Essen und der Universität Bonn."

Am liebsten würden die drei Schüler das Projekt selbst fortführen. "Es gibt noch so viel, was man erforschen kann, wir stehen eigentlich erst am Anfang", so Dennis Schreiber. Man könne zum Beispiel erforschen, ob auf Planeten mit Wasserstoffatmosphäre Leben möglich ist. Das sei bisher von der Wissenschaft ausgeschlossen worden, weiß er.

(RP)