Duisburg: Jürgen C. Brandt erhält aussichtsreichen Listenplatz

Duisburg : Jürgen C. Brandt erhält aussichtsreichen Listenplatz

West-Bezirke setzten sich auf dem SPD-Parteitag in der Rheinhausen-Halle gegen das Votum des Vorstandes durch.

Holpriger Wahlkampfauftakt für die Duisburger SPD: Erst nach einigem Hin und Her stimmten die 257 Delegierten auf dem Unterbezirksparteitag nebst Wahlkreiskonferenz gestern Abend mehrheitlich für einen Deal zwischen den westlichen Stadtbezirken Rheinhausen und Homberg / Ruhrort / Baerl. Beide Bezirke tauschen untereinander vier Plätze mit Kandidaten der Ratsreserveliste für die Kommunalwahl am 25. Mai. Dadurch rutschte der frühere Stadtdirektor und OB-Kandidat von 2009 auf den aussichtsreichen Listenplatz fünf.

Gleichzeitig wurde damit eine Kampfabstimmung zwischen Brandt und Edeltraud Klabuhn um ein Direktmandat im Wahlkreis Baerl /Alt-Homberg vermieden. Nachdem sich die Delegierten gegen die Empfehlung des Parteivorstands für die Abstimmung der West-Bezirke ausgesprochen hatten, verzichtete Brandt darauf, in diesem Wahlkreis als Bewerber anzutreten. Es ist davon auszugehen, dass er als Inhaber des Listenplatzes fünf sicher wieder in den nächsten Rat einziehen wird. Die Reserveliste der SPD führen wie berichtet Herbert Mettler, Ellen Pflug und Manfred Osenger an.

Zuvor hatte der Parteitag einstimmig bei zwei Enthaltungen dem "Duisburg-Plan 2014 - 2020" genannten Wahlprogramm zugestimmt. Parteichef Ralf Jäger, der Fraktionsvorsitzende Herbert Mettler und Oberbürgermeister Sören Link hatten die Genossen zuvor auf den Wahlkampf eingeschworen. "Wir setzen nicht auf Platz, wir wollen den Sieg", sagte Jäger. Lob gab es von Jäger für Link: "Sören, Du machst das richtig gut", meinte der Parteichef, der dem eigenen Bekunden nach täglich von Link mit SMS-Nachrichten "bombardiert" wird. Link lobte die gute Zusammenarbeit mit Jäger und der Landesregierung insgesamt.

Herbert Mettler stellte das Wahlprogramm in seinen Grundzügen vor. Schwerpunkte sind dabei unter anderem Bildung und neue arbeitsplatzrelevante Stadtentwicklungsprojekte. Die Stadtentwicklung habe schon in den Jahren vor der Abwahl von Ex-OB Sauerland stagniert, die Loveparade-Katastrophe habe die Probleme noch verschärft. "Endlich gibt es mit Oberbürgermeister Sören Link wieder eine klare Führung in unserer Stadt, die die Chancen von Duisburg nutzt", so Mettler. Link habe nicht mit dem Finger auf seinen Amtsvorgänger gezeigt, sondern die Ärmel hochgekrempelt und gehandelt.

(mtm)
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