Duisburg: Jubel für Schlagwerk-Konzert "BEAT#1"

Duisburg : Jubel für Schlagwerk-Konzert "BEAT#1"

Mit der neuen Konzertreihe "BEAT" im Theater Duisburg stellt das Schlagwerkensemble "Repercussion" sein Instrumentarium facettenreich vor. Veith Kloeters, Stephan Möller, Rafael Sars (inzwischen Mitglied der Duisburger Philharmoniker) und Johannes Wippermann kennen sich schon seit dem gemeinsamen Studium an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf bei Prof. Bert Flas und sagen darüber selbst: "Wir sind wie Brüder, denn er war wie ein Vater zu uns."

Gleich jetzt der erste, zweistündige und pausenlose Abend "BEAT#1" füllte das Theater fast ganz und wurde heftig bejubelt. "Repercussion" kombiniert die Klassiker der Schlagzeugliteratur mit der Moderne, probiert neue Klänge aus und verbindet akustische und elektronische Elemente mit minimalistischen Patterns. Hier gab es zudem noch eine optische Aura an der Rückwand, geschaffen durch Andreas Huck und Roland Nebe vom Düsseldorfer Bewegtbild-Kollektiv "Warped Type". Zum Beispiel wurde hier jeder heftige Trommelschlag in "Gyro" von dem 1976 geborenen Tomer Yariv zu einem Lichtblitz, und zu "Dialogo" und "Esegesi", jeweils für je zwei Marimbaphone und Vibraphone, von Roberto Bocca, Jahrgang 1950, tanzten Livebilder der Schlegel über die Leinwand. Umgekehrt hatte Veith Kloeters bei "Bad Touch" von dem 1982 geborenen Casey Cangelosi nur einen Schlegel in der Hand, mit dem er die elektronischen Klänge visualisierte.

Mit meist rasanten, aber auch mal ätherischen Klängen und nicht zuletzt mit witzigen Moderationen gewann "Repercussion" das überwiegend junge Publikum im Sturm. Als Rahmen waren ja auch zwei Klassiker der Schlagwerkliteratur gewählt, die ihre Wirkung nie verfehlen, nämlich "Music for Pieces of Wood" von Steve Reich, Jahrgang 1936, das ist ein "Hit" des Minimalismus, und "Marimba Spiritual" von Minoru Miki (1930-2011), mit Rafael Sars als Marimba-König und den anderen drei als perfekten "Assistenten". Die Zugabe wurde im Dunkeln auf Feuerzeugen gespielt.

Um es in ihrem eigenen Duktus zu sagen: Die Jungs sind einfach cool.

(RP)
Mehr von RP ONLINE