Stadt Duisburg erklärt Haus für unbewohnbar: Jetzt steht das Problemhaus leer

Stadt Duisburg erklärt Haus für unbewohnbar: Jetzt steht das Problemhaus leer

Um 16.15 Uhr stehen die vorerst letzten Bewohner vor den Wohnhäusern mit der Adresse "In den Peschen 3-5" in Duisburg vor ihrem ehemaligen Wohnort. Ihr Möbeltransporter steht auf der A59 im Stau. Wenn die Möbel verladen und die Koffer verstaut sind, dann ist das sogenannte Problemhaus offiziell geräumt.

Nach einer Begutachtung vor zwei Wochen hatte die Stadt die Gebäude für unbewohnbar erklärt. Durch Überbelegungen in den Wohnungen und Streitigkeiten mit den Nachbarn im Ortsteil Bergeim war das Haus zu deutschlandweiter Bekanntheit gelangt.

Schimmel und Dreck machen Gebäude unbewohnbar

Nun sind im Erdgeschoss fast alle Fenster eingeworfen, der Flur zeigt sich stark verwüstet und die Treppenaufgänge sind verdreckt, Schimmel macht die Räumlichkeiten unbewohnbar. Der Vermieter der Wohnungen in dem Hochhaus hatte seit Beginn dieses Jahres Wohnungen räumen lassen. Viele Bewohner sollen den Mietforderungen nicht nachgekommen sein, einige waren sogar in Wohnung eingebrochen und hatten sich dort eingerichtet.

Noch drei Familien warteten auf Möglichkeit zum Umzug

  • Duisburg : So leben Zuwanderer im Problemhaus

Am Donnerstagmorgen saßen noch drei Familien auf gepackten Koffern, erklärte Susanne Stölting von der Stadtverwaltung Duisburg am Vormittag. Stündlich wurde damit gerechnet, dass die Familien in eine neue Bleibe aufbrechen würden.

Am Nachmittag konnte Stadtsprecherin Anja Kopka dann vermelden, dass auch die letzte rumänische Familie das Haus verlassen habe. Der Verein "Bürger für Bürger" hatte für die verbliebenen Bewohner Spenden gesammelt und geholfen die Umzüge zu organisieren. Einem Großteil der vorerst letzten Bewohner konnte der Verein auch eine neue Wohnung vermitteln.

Nun muss der Vermieter die Häuser mit den Adressen "In den Peschen 3-5" versiegeln und sichern. Da die Stadt die Gebäude als unbewohnbar eingestuft hatte, muss gewährleistet werden, dass sich dort nicht Personen illegal aufhalten und möglicherweise verletzt werden.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Stadt Duisburg lässt die Problemhäuser räumen

(ac)
Mehr von RP ONLINE