Innenstadt in Duisburg: Passanten kritisieren Parkplätze und Einkaufssortiment

Passantenbefragung : City: Zu wenig Parkplätze und Toiletten

Vor der Fortschreibung des Einzelhandels- und Zentrenkonzepts für die Innenstadt hat die Verwaltung eine Passantenbefragung durchführen lassen. Gut kommt die Erreichbarkeit der City an, es gibt aber auch Kritik.

Den politischen Gremien wird in den kommenden Wochen die Fortschreibung des Einzelhandels- und Zentrenkonzept für die Duisburger Innenstadt vorgelegt. Im Vorfeld hat die Verwaltung eine Passantenbefragung durchführen lassen. Befragt wurden dafür mehr als 1000 Besucher der Innenstadt. Wir stellen im Folgenden die wichtigsten Erkenntnisse daraus vor.

Herkunft der Befragten Auffällig war hier, dass ein vergleichsweise hoher Anteil der Besucher der Duisburger Innenstadt aus Duisburg stammt (83,9 Prozent). Zum Vergleich: In der Stadt Essen ergab sich bei einer ähnlichen Befragung ein Wert von 72,7 Prozent. Ein vergleichsweise hoher Anteil (mit über 50 Prozent) der City-Besucher stammt aus dem Bezirk Mitte.

Verkehrsmittel Der PKW ist das am häufigsten gewählte Verkehrsmittel für einen Besuch in Duisburg (47 Prozent der Befragten als Selbstfahrer, acht Prozent als Mitfahrer). Die meist genutzte Parkangebot ist mit 28 Prozent das Parkhaus des Forums. 28 Prozent der Innenstadtgäste kamen mit der Bahn in die City, sechs Prozent mti dem Bus, drei Prozent mit U- und Straßenbahn sowie 2,5 Prozent zu Fuß.

Stärken der Innenstadt Ein großer Teil der Befragten gaben die gute Erreichbarkeit und die kurzen Wege in der City als Grund an, dort einzukaufen. Als besonders positiv wurden auch die gute Anbindung an den Öffentlichen Nahverkehr und das gastronomische Angebot (vor allem Cafés und Eisdielen sowie das Preis-/Leistungsverhältnis bewertet. Auch die Qualität der integrierten Shopping-Center sowie die der Fachgeschäfte kamen bei der Befragung gut weg.

Schwächen der Innenstadt Die meisten negativen Nennungen entfielen auf die Parkraumsituation (Anzahl, Gebühren), die öffentlichen Toiletten (Anzahl, Sauberkeit) und auf die Aufenthaltsqualität/ (Sauberkeit, Begrünung, Sitzmöglichkeiten).

Was das Einkaufssortiment angeht, beklagten die Befragten vor allem die Fehlende Vielfalt von Angeboten in den Bereichen (Damen-)Bekleidung, Schuhe und Genussmittel. Darüber hinaus gaben viele Befragte an, dass es der City an Angeboten für junge Leute fehlen würde. Genannt wurden hier vor allem die Anzahl an Clubs- und Ausgehmöglichkeiten, Großevents öffentlichen Freiflächen und Kinderspielplätzen.

Auffällig war auch, dass die Duisburger die Qualität ihrer City deutlich negativer bewerten als auswärtige Besucher. Das zeigt sich unter anderem bei der Bewertung der Parkraumsituation, des Einzelhandels- und des Kultur- und Freizeitangebotes.

Weitere Einkaufsmöglichkeiten Beliebteste Alternativen der Duisburger Passanten zur Innenstadt sind das Centro Oberhausen (von mehr als 30 Prozent der Befragten genannt) sowie das Shopping im Internet (20 Prozent).

Gefällt den Innenstadtgästen nicht: die Parkplatzsituation in der City empfanden viele der Befragten als problematisch. Foto: Christoph Reichwein (crei)

Passantenfrequenz Im Zuge der Befragung wurde auch eine sogenannte Passantenfrequenzerhebung durchgeführt. Das Ergebnis: Am meisten los in der City ist nach wie vor auf der Königstraße zwischen Hohe Straße und Sonnenwall. Hier wurden samstagsmittags als Spitzenwert 5711 Passanten pro Stunde ermittelt. Auffällig ist auch, dass in der Innenstadt mittwochsnachmittags ähnlich hohe Werte wie an den Samstagen gemessen wurden.

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