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Duisburg: Initiative will Duisburg stärken

Duisburg : Initiative will Duisburg stärken

Hinter dem Namen "Initiativplan Duisburg" steht eine einzigartige Zusammenarbeit von Wirtschaft, Wissenschaft und Bürgerschaft, die nach dem Loveparade-Unglück "die positiven Energien der Stadt beleben" soll.

Als die gesamte Stadt nach dem Loveparade-Unglück im Juli des vergangenen Jahres wie paralysiert schien, kamen zum ersten Mal Vertreter der Bürgerstiftung Duisburg und von Duisburger Unternehmen zusammen, um nach Wegen zu suchen, wie man die "positiven Energien in der Stadt beleben" kann.

Drei weitere Treffen folgten. Gestern wurde in den Ruhrorter Räumen des Unternehmens Haniel der "Initiativplan Duisburg" erstmals öffentlich vorgestellt. Bislang gehören dieser Planungsgemeinschaft, die als Netzwerk verstanden sein will, 21 Mitglieder an, unter ihnen Vertreter von Unternehmen, der IHK und des Stadtsportbundes. Als Sprecher wählten die Mitglieder Jutta Stolle, Direktorin der Abteilung Gesellschafter und Nachhaltigkeit bei Haniel, und Dr. Hartmut Müller-Peddinghaus, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Bürgerstiftung.

Runde Tische gebe es schon viele, hieß es gestern, deshalb würden die Vertreter an "ovalen Tischen" Projekte initiieren, die dazu beitragen, dass die Stimmung in der Stadt wieder optimistisch werden kann. Einig sind sich die Mitglieder dieses ovalen Tisches, dass kein Geld für Imagekampagnen ausgegeben wird. Vielmehr gehe es um tatsächliche Verbesserungen in der Stadt.

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Der "Initiativplan Duisburg" soll Veranstaltungen fördern oder Strukturen verbessern. Die Aufgaben der Mitglieder seien unterschiedlich. So könnten Firmen Projekte mit Geld unterstützten, während die Uni oder das Lehmbruck-Museum mit Sachverstand oder anderem nicht-finanziellen Engagement helfen könnten. Zur Gruppe gehören auch die Dezernenten der Stadt und der Oberbürgermeister, dessen Verbleib im Amt nach der Loveparade-Katastrophe umstritten ist.

Jutta Stolle sagte, dass ohne die Beteiligung der Stadt die Arbeit des "Initiativplans" kaum möglich sei. Die Gruppe selber verhalte sich gegenüber der Person des OB neutral. Stolle: "Wir stehen weder hinter, noch vor Oberbürgermeister Sauerland." Der Initiativplan wird die Stadt bei der Gestaltung des Mercator-Jahres unterstützen. Hier sollen "sichtbare Zeichen für Stadt- und Lebenskultur gesetzt werden". Geplant ist zudem eine Bildungsmesse.

(RP/rl)