Duisburg: In diesem Jahr: Theater, Musik und noch vieles mehr

Duisburg : In diesem Jahr: Theater, Musik und noch vieles mehr

Das alte Jahr neigt sich heute dem Ende zu: Zeit für uns, einmal die kulturellen Highlights im Duisburger Westen in 2016 - quasi ganz subjektiv von der Redaktion ausgewählt - Revue passieren zu lassen.

Schon mit einem wachrüttelnden Neujahrskonzert ging es los in der Reihe "klein, aber fein" in der Evangelischen Dorfkirche Baerl. Dort spielte ein Quartett der Duisburger Philharmoniker ein Konzert mit einprägsamen Stücken aus dem Barock. Wie sich überhaupt die Reihe "klein, aber fein" im Sektor bewährt hat. Genauso fallen Singer-Songwriter-Konzerte darunter - jetzt sogar Jazz. Mit "BurmaBebop" holte Pfarrer Andreas Klumb eine aus fernöstlichen Musikern bestehende Formation in die Kirche, die mit dem künftigen musikalischen Leiter des Moers-Festivals, Tim Isfort, ein spannendes Konzert in Baerl ablieferte.

Es sind gerade die kleinen Reihen, die den Sektor auszeichnen, im gleichen Zuge zieht die Folge der "Folkfestspiele" immer mehr Besucher in den Keller des Jugendzentrums Tempel in Bergheim. Hier fiel besonders das Konzert der australischen Songwriterin Minnie Marks ins Auge, die den Folk-Keller im Herbst zum Rocken brachte, natürlich neben dem großen Folkfest mit zahlreichen internationalen Künstlern und tausenden Besuchern im Sommer. Das "Rage against Racism"-Festival zieht immer mehr Fans der harten Rockmusik nach Friemersheim, was auch dem guten Organisationsteam um Levent Tomicki zu verdanken ist, das es immer wieder schafft international bekannte Bands zu verpflichten. Auch da hat sich eine kleine Nebenreihe mit Heavy-Metal-Konzerten gebildet, spannend war hier der Vorentscheid, bei dem die Besucher, die erste Band des Rage-Festivals selbst wählen dürfen.

Kirchenmusikalisch setzte der Bergheimer Organist Ludger Morck seine Erfolgsreihe der Freitagsmusik fort mit den Highlights eines Solokonzerts des Duisburger Pianisten Marius Furche oder dem Querflötenquartett "Querbeat", die die Christus-König-Kirche in Bergheim fast rockten. Außerdem führte Morck das Oratorium "Adam" von Gregor Linsen mit seinem Kirchenchor im Frühjahr als besonderes Event auf.

Die neue Reihe der Evensongs, das sind britische, musikalische Abendgottesdienste, die Jürgen Kuns in der Christuskirche in Hochemmerich ins Leben gerufen hat, wird ihren Weg machen. Daneben lieferte der Kantor ein beeindruckendes "Magnificat" von John Rutter zusammen mit seinen Chören und dem Orchester im Advent ab.

Die Theaterspielzeit in der Homberger Glückauf-Halle war wegen der Belegung durch Flüchtlinge vorübergehend eingestellt worden, dafür fanden die Veranstaltungen in der Walsumer Stadthalle statt. In der Rheinhausen-Halle gab es witzige Komödien wie "Frau Müller muss weg" von Lutz Hübner oder "Adieu und bis gleich" mit Anja Kruse zu sehen.

Alternative Theaterspiele konnten Besucher des Kom'ma-Theaters erleben: Hier war ein Highlight die Vorstellung "Hamlet, die Zschäpe und ich" mit dem Fernsehstar Hilmi Sözer (unter anderem "Ballermann 6"), darunter auch zahlreiche Jugendvorstellungen. Als Spielort für gepflegtes Kabarett hat sich das Kulturspielhaus in Rumeln an der Dorfstraße entwickelt. Fast jeden Monat gab es dort bekannte Comedians zu erleben, ein Schmankerl sicherlich der Auftritt von Volker Strübing zu Anfang des Jahres.

Daneben hat sich die sonntägliche Reihe "Jazz-Café" bei Kaffee und Kuchen und gepflegtem Live-Jazz im Kulturspielhaus in diesem Jahr etabliert.

(RP)
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