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Duisburg: In die Zeltstadt ziehen vorerst keine Flüchtlinge ein

Duisburg : In die Zeltstadt ziehen vorerst keine Flüchtlinge ein

In die umstrittene Zeltstadt von Duisburg werden vorerst wohl keine Flüchtlinge einziehen. Die zuständige Bezirksregierung Arnsberg teilte der Stadt am Dienstag mit, dass die Zuweisung der Flüchtlinge "storniert" worden sei.

Das bestätigten auch Vertreter der beiden Kirchen in Duisburg bei einer Versammlung zu dem Thema am Dienstagabend im Stadtteil Walsum. Dort hat die Stadt ein provisorisches Auffanglager für bis zu 150 Flüchtlinge eingerichtet.

Die Pläne sorgten bundesweit für Schlagzeilen. Ein Sprecher der Stadt betonte gegenüber der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA), die Unterbringung in Zelten sei als "temporäre Notmaßnahme für maximal sechs Wochen" gedacht. "Die Stadt arbeitet mit Hochdruck an alternativen und besseren Unterbringungsmöglichkeiten."

Die von den Kirchen organisierte Versammlung in Walsum hatte zum Ziel, Unterstützung für die Flüchtlinge zu organisieren und politische Botschaften an Stadt und Öffentlichkeit zu formulieren.
Der Pfarrer der katholischen Kirchengemeinde St. Dionysius, Herbert Werth, bot in drei Immobilien Unterkünfte für 60 Menschen an. Er hoffe, dass er bereits am Mittwoch durch die Behörden eine Freigabe erhalte. Weitere Unterkünfte stellte die evangelische Diakonie an der Stadtgrenze zwischen Duisburg und Dinslaken in Aussicht.

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Der stellvertretende Bezirksbürgermeister von Walsum, Franz Tews (Grüne), berichtete zudem über aussichtsreiche Gespräche mit einem großen Energieversorger. Über diese Verbindungen könnten Container als feste Unterkünfte organisiert werden, deren Unterhalt allerdings von der Stadt finanziert werden müsse.

(KNA)