In der Duisburger City gibt es noch sehr viel zu tun

In der Duisburger City gibt es noch sehr viel zu tun

Einkaufen in Duisburg macht selten Spaß, und das liegt nicht daran, dass das Wetter hier womöglich schlechter ist als nebenan. Grund ist, dass das Qualitätsangebot zunehmend sinkt. Hochwertiges verkaufe sich hier nicht, heißt es immer wieder. Aber wo es keine Qualität gibt, haben Kunden auch keinen Grund, danach zu suchen.

Einkaufen macht keinen Spaß, weil noch in zu vielen Geschäften zu viel Verkaufspersonal nicht dienstleistungsorientiert ist. "Haben wir nicht" - eine Aussage, die in Zeiten von boomendem Onlinehandel verboten werden müsste. Was nicht da ist, lässt sich schließlich heutzutage schnell bestellen.

Einkaufsbummel machen hier keinen Spaß, wenn Schaufenster über Wochen nicht umdekoriert werden. Was soll man davon halten? Oder von Öffnungszeiten, die mit dem heutigen Kundenverhalten nicht mehr übereinstimmen? Oder leerstehende Ladenlokale Niedergang signalisieren. Oder wenn in einen leergezogenen Laden ein Großbäcker seine dreihundertste Filiale eröffnet.

In der Duisburger City gibt es sehr viel zu tun. Über Jahre hat es der Handel nicht selbst hinbekommen, vielleicht auch, weil das städtische Citymanagement und die Stadt selbst nicht leistungsstark genug sind, um Impulse zu geben. Bestes Beispiel: Da wird eine spezielle Weihnachtsmarkt-Route in die Innenstadt "eröffnet" - zwei Wochen, nachdem der Weihnachtsmarkt eröffnet hat. Vielleicht gelingt es dem bald zu wählenden Wirtschaftsdezernenten der Stadt, für Bewegung zu sorgen. Viel Zeit darf er sich damit nicht lassen.

hildegard.chudobba@rheinische-post.de

(RP)