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Hochhaus in Duisburg-Bergheim: In den Peschen: Bürger sind aktiv

Hochhaus in Duisburg-Bergheim : In den Peschen: Bürger sind aktiv

Knapp 40 Besucher diskutierten am Dienstagabend beim zweiten Runden Tisch zur Problematik rund um das Hochhaus In den Peschen. Pfarrer Heiner Augustin von der Friedenskirchengemeinde zieht eine positive Bilanz.

"Es ist gut gelaufen. Wie sind da mit konkreten Arbeitsaufträgen herausgegangen. Es geht jetzt darum, wie sich die Bürger einbringen können, um die Situation zu verbessern."

Arbeitsgruppen wurden gebildet. In einer sollen rechtliche Fragen wie Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis der im Hochhaus lebenden Rumänen und Bulgaren geklärt werden. Eine zweite Gruppe hat sich vorgenommen, sich der Kinder anzunehmen und mit ihnen etwa Theater zu spielen oder Musik zu machen.

Und sowohl die evangelische Friedenskirchengemeinde als auch die katholische Großgemeinde St. Peter wollen sich unter dem Stichwort "Begegnung" einbringen. Pfarrer Augustin und Pfarrer Johannes Mehring wollen etwa Gottesdienste besuchen, die regelmäßig in dem Hochhaus gefeiert werden.

Auch zwei ausländische Bewohner des Hochhauses waren da, ein Übersetzer sorgte für die Verständigung. "Es war gut, die Situation einmal aus ihrer Perspektive zu hören", so Augustin. Was ihn nachdenklich gestimmt habe: "Sie sagten, sie kämen sich manchmal vor wie Tiere in einem Zoo — wegen der vielen Kamerateams und Fotografen. Sie sagten, dass sie doch auch nur Menschen seien, denen es in erster Linie um die Sicherung ihrer Existenz und vor allem ihre Kinder gehe."

Im Januar soll es einen weiteren Runden Tisch geben.

(RP/ac)