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Duisburg: Identität ist eine Frage der Perspektive

Duisburg : Identität ist eine Frage der Perspektive

In einer 17-teiligen Vortragsreihe im neuen Landesarchiv machen sich Duisburger Referenten jetzt auf die Suche nach der Duisburger Identität im Wandel der Zeit. Die Themen reichen von Geschichtlichem über Sport bis hin zum Zoo.

Die Antwort auf die Frage nach der gefühlten Identität hängt wohl immer auch vom Blickwinkel der befragten Person ab. Doch welches ist eigentlich die Identität Duisburgs - sowohl heute als auch rückblickend im Wandel der Zeit? Dieser Fragestellung geht ab kommendem Montag, 1. September, eine spannende Vortragsreihe im Landesarchiv NRW im Innenhafen nach. Unter der Überschrift "DU an Rhein und Ruhr. Duisburger Identität(en) im Wandel der Zeit" spüren Referenten aus dem Landesarchiv und den Kultur- und Wissenschaftsinstitutionen der Stadt der Frage nach: "Welche Eigenschaften haben die Stadt Duisburg ausgemacht und geprägt?".

17 völlig unterschiedliche Themen und Herangehensweisen stehen interessierten Bürgern dabei zur Auswahl. Darunter finden sich nicht nur hochwissenschaftliche Themen, sondern auch niedrigschwellige Angebote, wie etwa "80 Jahre Zoo Duisburg - Entwicklung vom kleinen Heimattierpark zum Zoo mit Weltruf". Am 29. September, 19.30 Uhr, gibt Zoodirektor Achim Winkler einen Einblick in die Entwicklung des Zoos von der Eröffnung im Jahr 1934 über die nahezu vollständige Zerstörung im Zweiten Weltkrieg bis heute.

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Mit der Fragestellung "Stadt am Rhein oder Brotkorb des Ruhrgebiets?" greift Dr. Martin Schlemmer vom Landesarchiv NRW am 15. September zwei gängige Charakterisierungen Duisburgs auf, die der Stadt im Schnittfeld von Kommunal-, Regional- und Landespolitik in den Jahren zwischen 1960 und 1995 zugeschrieben wurden.

Und am 2. Februar referiert Dr. Gernot Tromnau von der Mercator -Gesellschaft über Gerhard Mercator, Duisburgs Universalgelehrten der frühen Neuzeit, in dessen Lebenswerk die verschiedensten wissenschaftlichen Disziplinen vereinigt sind. Mercator gilt als der Vater des Kartenwerks "Atlas", dessen Bezeichnung heutzutage weltweit bekannt ist und genutzt wird. Nicht zuletzt führten Mercators Karten mit zur Globalisierung unserer Welt.

Weitere Vorträge drehen sich etwa um das Lehmbruck-Museum, die kommunale Neugliederung im Raum Duisburg oder um die Identität als Hafenstadt am Rhein. Die Vorträge finden in der Regel alle zwei Wochen am Montagabend im Vortragssaal des Landesarchivs NRW, Schifferstraße 30 (Eingang Hafenseite) statt. Vor den Vorträgen besteht die Möglichkeit, in einer halbstündigen öffentlichen Führung den Neubau des Landesarchivs kennenzulernen.

Die Mercator-Gesellschaft und das Stadtarchiv Duisburg sind Kooperationspartner der Vortragsreihe, die bis Mai 2015 gehen wird. Es ist geplant, die Vorträge danach als Band der "Duisburger Forschungen" zu veröffentlichen.

Das komplette Programm der Vortragsreihe ist im Internet zu finden unter www.lav.nrw.de. Außerdem liegen gedruckte Broschüren an den bekannten Stellen in Duisburg aus.

(RP)