Homberger SPD zeichnet verdiente Mitglieder aus

Ehrungen : Homberger SPD zeichnet verdiente Mitglieder aus

Thomas Oppermann, Vizepräsident des Bundestages, hielt die Festrede im Awo-Treff.

Auszeichnungen sind für die einen stets Dank und Anerkennung für das Geleistete, für die anderen Ansporn und ein nachzueiferndes Beispiel. Gleichzeitig sind Jubilarehrungen auch immer Erinnerungen an Zeiten, die oft als die besseren empfunden werden, was im Fall der SPD mit Blick auf die Wahlergebnisse und den Mitgliederbestand eine nicht wegzudiskutierende Tatsache ist. Aber wer lässt sich davon schon die Feierstunde vermiesen?

Der Ortsverein der Homberger SPD ehrte vor einigen Tagen im Awo-Treff an der Ehrenstraße nun 27 langjährige und verdiente Mitglieder, die freilich aus den unterschiedlichsten Gründen nicht alle persönlich zu der Ehrung erscheinen konnten. Sie wurden für zehnjähriges und sogar für 50- und 60-jähriges Engagement für die Partei ausgezeichnet. Auch Mahmut Özdemir unterstrich die Bedeutung des Dankes. „Wir lassen uns Jubilarehrungen etwas kosten. Aber damit meine ich nicht Geld. Wir lassen es uns etwas kosten, jedes Jahr einen perfekten und würdigen Rahmen mit einem ausgezeichneten Festredner für die Mitglieder, die ihr Jubiläum feiern, zu bieten. So erweisen wir ihnen die höchste Ehre“, sagte der Ortsvereinsvorsitzende und Bundestagsabgeordnete für den Duisburger Norden

Hervorzuheben sind Rosemarie Abel und Udo Vohl, die beide seit 50 Jahren in der SPD aktiv sind. Sie war unter anderem Mitglied des Stadtrates sowie Vorsitzende des Ortsvereins Ruhrort und Mitglied im Unterbezirksvorstand; er ist seit 1999 Mitglied des Rates, derzeit aktiv in der historischen Kommission und im Kulturforum. Außerdem ist er Gründer und Vorsitzender des Freundeskreises Historisches Homberg. „Durch euer Engagement leistet ihr einen wichtigen Beitrag für die Demokratie und den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft“, so Özdemir.

Festredner war Thomas Oppermann, der in der vergangenen Legislaturperiode noch die Bundestagsfraktion geleitet hat und nun Vizepräsident des Bundestages ist. Wegweisendes zur Krise der Partei und der Zukunft hatte er nicht zu sagen, schlug aber den Bogen zur Geschichte. „Als die SPD in Duisburg vor 150 Jahren gegründet wurde, wollten ihre Mitglieder das Leben der Menschen, das in den Zeiten der Industrialisierung oft von bitterer Armut geprägt war, besser machen. Das Leben, den Alltag der Menschen besser zu machen und für einen handlungsfähigen, starken Staat zu sorgen, ist auch heute noch das, was wir als Sozialdemokraten erreichen wollen“, sagte Oppermann zur sozialen Verpflichtung der Partei und fügte noch hinzu: „Daran arbeiten wir.“

(stt)
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