Duisburg: Homberg: Bund investiert Millionen

Duisburg : Homberg: Bund investiert Millionen

Über Baumaßnahmen entscheiden bald die Bezirksvertreter. SPD und Grüne wollen Teile der Marktschule abreißen. Karl-Heinz Trzaskaz ist seit 1. Januar Mitglied der SPD-Fraktion.

Um die arg gebeutelten Kommunen zu entlasten, hat die Bundesregierung einen Stärkungspakt für Städte und Gemeinden beschlossen, sie wird offiziell Investitionsoffensive genannt. Auch Duisburg erhält aus dem Berliner Fördertopf einen nennenswerten Geldbetrag - insgesamt 73,03 Millionen Euro, gut acht Millionen Euro Eigenanteil muss die Stadt selbst beisteuern. Mit den Geldern werden Straßen, Wege und städtische Gebäude im Zeitraum 2015 bis 2018 saniert.

Der Bezirk Homberg/Ruhrort/Baerl erhält aus dem Stärkungspakt inklusive überbezirklicher Mittel einen einstelligen Millionenbetrag. Über die Verwendung werden die Mitglieder der Bezirksvertretung (BV) am Donnerstag kommender Woche im Bezirksrathaus beschließen.

Hans-Gerd Bosch, Sprecher der SPD-Fraktion, geht davon aus, dass nahezu alle Baumaßnahmen, die die Verwaltung der BV vorgeschlagen hat, beschlossen werden. Dazu gehört das Blockheizkraftwerk, das im Sommer in das Homberger Hallenbad eingebaut und auch für das benachbarte Freibad warmes Wasser bereit stellen soll - für Bosch eine wichtige Investition in die Zukunft des Standorts.

Ebenfalls auf Initiative der rot-grünen Koalition aus SPD und Grünen in der BV soll noch in diesem Jahr die Bezirksbücherei an der Ehrenstraße in Hochheide energetisch saniert werden.

Für rund 120.000 Euro sollen noch 2016 die zahlreichen Fenster der Bibliothek neue Jalousien erhalten. Die alten Rollläden hatten die Innenräume bisher im Sommer zu stark aufgeheizt so Bosch, darüber hätten sich immer wieder Besucher beschwert.

Außerdem will die Mehrheit in der BV, dass die Rheinpreußenstraße im Bereich zwischen Moerser und Asberger Straße Flüsterasphalt erhält. Auf dem Ruhrorter Verkehrsknotenpunkt Friedrichsplatz soll der Radweg ausgebaut, zwei Bushaltestellen barrierefrei, niedrigschwellig umgestaltet werden.

Um diese Maßnahmen im Investitionspaket zu finanzieren, müssen Etatposten gestrichen werden. So soll in Homberg der barrierefreie Umbau der Wege laut Antrag von SPD und Grünen an der Moerser und der Wernerstraße sowie am Texacopark nahe der Rheinpreußenstraße komplett entfallen.

Gleich zwei Anträge von Rot-Grün zielen auf die Zukunft der seit Jahren leerstehenden, maroden Marktschule in Hochheide ab. Einerseits halten SPD und Grüne nun doch an ihrem alten Antrag fest, im Gebäude der Marktschule ein Haus des Jugendrechts, das für kurze Behördenwege sorgen soll, einzurichten. Andererseits stellen beide Fraktionen gemeinsam einen Antrag auf Teilabriss der Nebengebäude, "im Sofortvollzug", so Bosch. Konkret sollen die Toilettenanlage und die überdachte Pausengang verschwinden, weil sie, so Bosch, regelmäßig von Alkohol konsumierenden Jugendlichen aufgesucht würden.

(RP)