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Duisburg: Hoffen und Bangen um die Ranch

Duisburg : Hoffen und Bangen um die Ranch

Die Stadtverwaltung versucht zu klären, mit welchen Auflagen der normale Betrieb auf der Sioux-Montana-Ranch wieder anlaufen könnte. Unterdessen fürchten Fans der Anlage um ihr Bestehen. Die Vereinigung der Krupp-Pensionäre hat ihre Betroffenheit und Solidarität bekundet.

Die Kruppianer sind bestürzt. Sie wollen behalten dürfen, womit sie sich verbunden fühlen: "Die Montana Ranch ist ein Begriff, das ist ein Stück Kultur", sagt Siegfried Heuschkel. "Wir hatten 20 Jahre lang unsere Treffen bei Erich Wiesner."

"Dass Sicherheit oberste Priorität hat, ist klar. Aber da sollte man doch nicht das Kind mit dem Bade ausschütten", ergänzt sein Kollege Wilhelm Haßhoff. Für die Sprecher der Vereinigung der Krupp-Pensionäre ist klar: Die Sioux-Montana-Ranch endgültig zu schließen wäre ein Fehler – es wäre traurig, es wäre tragisch.

Viele Vereine betroffen

Die Kruppianer stehen stellvertretend für viele Vereine und Organisationen, die die Montana-Ranch immer wieder für ihre Feste und Veranstaltungen nutzen durften. Nachdem der normale Betrieb ohne Vorwarnung fürs erste eingestellt wurde (wir berichteten), müssen viele von jetzt auf gleich ihre geplanten Veranstaltungen absagen oder umverlegen – wenn sie das schaffen.

Derweil befassen sich die Verantwortlichen in der Stadtverwaltung damit, wie es auf längere Sicht auf der Ranch weitergehen kann. In der kommenden Woche wollen sie sich für eine Bestandsaufnahme zusammensetzen, erklärte Bezirksamtsleiter Reiner Sanner.

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Man werde versuchen festzulegen, welche Veränderungen vorgenommen werden müssen, damit der normale Betrieb wieder anlaufen kann – beziehungsweise, mit welchen Auflagen ein künftiger Betreiber eine Neueröffnung wagen könnte. Dass das für September geplante Kruppianer-Treffen stattfinden kann, dafür sieht Sanner aber "keine Chance".

Private Feiern wären erlaubt

Die Nutzungsuntersagung, die das Bauordnungsamt am 13. Juli ausgesprochen hat, gilt für alle "öffentlichen Veranstaltungen", also solche mit einem nicht klar umrissenen Personenkreis. Kleinere Privatveranstaltungen mit sicheren Besucherzahlen, etwa Geburtstagsfeiern, wären erlaubt. Aber die Kruppianer sind regelmäßig um die 100 Personen. Das wären zu viele, so Sanner, und es sei auch nicht ganz sicher, wie viele Menschen am Ende tatsächlich auftauchten.

Die Kruppianer fürchten jetzt, dass viele ihrer Kollegen nicht mehr rechtzeitig informiert werden können und im September vor verschlossenen Türen stehen. Aber sie setzen große Hoffnung in einen möglichen neuen Betreiber. Holger Leschik, Inhaber des Casinos Bliersheim, hat zumindest Interesse bekundet. Es sei ihr großer Wunsch, dass es irgendwie weitergeht mit Rheinhausens Western-Wahrzeichen, so die Kruppianer.

(RP)