1. NRW
  2. Städte
  3. Duisburg

Hochwasser in Duisburg: Rheinfähre zwischen Walsum und Orsoy stellt Betrieb ein

Hochwasser in Duisburg : Fähre in Walsum stellt Betrieb ein

Auf dem Rhein gibt es ein Sommerhochwasser. Das Sperrtor am Marientor ist vorsorglich geschlossen worden. Die Wirtschaftsbetriebe bitten darum, die Deichböschungen nicht zu betreten.

Die Rheinfähre zwischen Walsum und Orsoy stellt ab Freitag den Betrieb ein. Das teilten die Betreiber am Donnerstag auf ihrer Facebook-Seite mit. Grund ist der stetig steigende Rheinpegel.

Auch wenn der Regen hier nun nachlässt, wird am Niederrhein mit Hochwasser gerechnet. In Süddeutschland regnet es weiter, und alle Zuflüsse des Rheins sind stark angestiegen. Der Pegel in Ruhrort lag am Donnerstag um 13 Uhr bei 8,10 Meter – ein rasanter Anstieg von 1,28 Meter innerhalb von 24 Stunden, denn am Mittwoch hatte der Ruhrorter Pegel noch bei 6.82 Metern gelegen.

Durch die durchgehenden und teilweise starken Regenfälle in den letzten Tagen habe sich das Sommerhochwasser bereits angekündigt, teilten die Wirtschaftsbetriebe Duisburg mit. Aktuell würden für den Rhein in Duisburg am Wochenende Wasserstände um die 9,00 Meter am Ruhrorter Pegel erwartet. So hohe Wasserstände im Sommer seien am Rhein recht selten und seien das letzte Mal 2013 aufgetreten.

Am Donnerstagvormittag wurde bereits das Sperrtor am Marientor geschlossen. Dies geschieht zum Schutz der Duisburger Innenstadt, ab einer Wasserhöhe von sieben Meter Ruhrorter Pegel mit steigender Tendenz.

  • Der Rhein in Köln könnte am
    Rheinpegel steigt stark an : Zwei Tote nach Hochwasser in Köln - Retter geraten bei Einsatz selbst in Not
  • In Stolberg bei Aachen stecken die
    Hochwasser bei Aachen : Innenstädte geflutet, Einsatzkräfte kommen vielerorts nicht mehr durch
  • (Symbolbild)
    Bilanz für 2020 : Weniger Kirchenaustritte in Duisburg als in den Jahren zuvor

Bereits gestern sind vorsorglich einige Wege und Zugänge in Rheinnähe gesperrt worden, da sie überflutet werden. Zusätzlich bitten die Wirtschaftsbetriebe aufgrund der starken Regenfälle, die Deichböschungen nicht zu betreten, um die Grasnarbe zu schützen.

Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung geht davon aus, dass die Hochwassermarke 1 (9,30 Meter) in den nächsten Tagen noch erreicht werden kann. Das hätte auch Konsequenzen für die Schifffahrt. So müssten die Schiffe dann zum Schutz der Ufer in der Strommitte fahren und ihre Geschwindigkeit beschränken. Eine Einstellung der Schifffahrt wird erst bei Hochwassermarke II (11,30 Meter) verhängt.

Bei den Regen-Unwettern der vergangenen Tage ist Duisburg vergleichsweise glimpflich davongekommen, und die Feuerwehr Duisburg hatte sogar noch Kapazitäten, um den Kollegen in Erkrath zur Hilfe zu eilen. Dort war die Situation mit überfluteten Straßen und Kellern weitaus schlimmer als in Duisburg.

(mtm)