Duisburg: HKM verbessert Arbeitssicherheit

Duisburg : HKM verbessert Arbeitssicherheit

Die Zahlen der Arbeitsunfälle in Hüttenheim sind rückläufig. Zahlreiche Sicherheitslotsen werden eingesetzt, um das Ziel zu verfolgen, in Zukunft möglichst unfallfrei zu sein.

Andreas Hennen ist bei den Hüttenwerken Krupp-Mannesmann (HKM) für die Arbeitssicherheit zuständig. Auf die Zahlen in Sachen betrieblicher Sicherheit ist er sichtlich stolz. "Seit acht Jahren sind die Ausfalltage, die durch Arbeitsunfälle verursacht wurden, rückläufig", so der Sicherheitsingenieur.

Sorgten im Jahr 2000 noch 100 Verletzungen am Arbeitsplatz für Ausfallzeiten unterschiedlicher Dauer, so waren es 2017 nur noch 24 Unfälle. "In den letzten Jahren ist viel getan worden, das äußert sich auch im Rückgang der Zahlen", erklärt Hennen.

"Wir sensibilisieren unsere Mitarbeiter ständig, analysieren die uns gemeldeten Beinahe-Unfälle und ziehen daraus die erforderlichen Schlüsse", erläutert der Fachmann für Arbeitssicherheit.

Auch Besucher bei HKM, hier die Mitarbeiterinnen der Südredaktion, kommen mit dem Thema Arbeitssicherheit in Berührung. Foto: Ute Gabriel

Rund 130 Sicherheitsbeauftragte sorgen zudem für ein alle Bereiche abdeckendes Monitoring. Die erfahrenen HKM-Mitarbeiter kennen die Arbeitsprozesse genau und können mit diesem Hintergrund Gefahrensituationen schnell erkennen und weitermelden. Eine wichtige Rolle fällt in dem Zusammenhang auch den zahlreichen Sicherheitslotsen zu. "Das sind Ruheständler, die viele Jahre auf der Hütte tätig waren und die Abläufe genau kennen", freut sich Andreas Hennen über deren Engagement. Die Ehemaligen schauen sich im Rahmen von Betriebsbegehungen die Gegebenheiten vor Ort genau an und melden mögliche Gefahrenquellen an die Verantwortlichen weiter.

"Unser Ziel ist, in Zukunft unfallfrei zu bleiben", schaut der HKM- Mitarbeiter in die Zukunft. Dazu tragen die jährlichen Schulungen der Beschäftigten bei, bei denen auf richtiges Verhalten am Arbeitsplatz hingewiesen wird. "Routine und Gewohnheit bergen oftmals ein hohes Gefahrenpotenzial", weiß Andreas Hennen aus langjähriger Erfahrung. Der tragische Unfall im letzten Jahr, als ein Kleinbaggerfahrer mit seinem Arbeitsgerät im Hafengebiet in den Rhein stürzte, sei schon ein "herber Rückschlag" gewesen, auch wenn der Hafen nicht von HKM betrieben wird.

Zur Arbeitssicherheit gehört auch das betriebliche Gesundheitsmanagement. "Da gibt es viele gemeinsame Projekte", so der Sicherheitsbeauftragte.

Als Beispiel nennt er die Schulung über das "richtige Tragen von Lasten", eine Arbeit, die auf der Hütte zum Tagesgeschäft gehört. Hennen weist auch auf das aktuelle Projekt "Stopp vor Start" hin, bei dem die Mitarbeiter anhand eines kleinen Fragenkatalogs angehalten werden, "erst zu überlegen, bevor sie mit ihrer Arbeit anfangen". Ein Ansatz, der grundsätzlich nicht verkehrt ist und auf viele Bereiche übertragen werden sollte.

(RP)