HKM-Mitarbeiter ärgern sich über langwierige Baustelle

Bis Anfang Mai soll alles fertig sein : HKM-Mitarbeiter ärgern sich über langwierige Baustelle

An Tor 1 vor den Hüttenwerken Krupp Mannesmann wird seit Monaten gebaut. Bis Anfang Mai soll aber alles fertig sein.

„Wir haben schon seit Monaten einen dicken Hals“, ärgert sich Norbert Keller, Betriebsratsvorsitzender bei HKM. Die Baustelle auf der Ehinger Straße, direkt vor dem Tor 1 des Werks, sorgt täglich für lange Rückstaus in beide Fahrtrichtungen, weil nur eine der zwei Fahrbahnen nutzbar ist.

Dass Straßen saniert werden müssen, könne er ja noch verstehen, was ihn und seine Kollegen störe, sei die schiere Länge der Bauarbeiten. „Es ist manchmal quasi kein Vorwärtskommen zu beobachten gewesen, und dabei ist die Baustelle ja nicht nur ein Ärgernis für Autofahrer, sondern zusätzlich eine Gefährdung für Fußgänger, die das Tor 1 nutzen.“

Die Konsequenz: Viele Autofahrer nehmen vermeintliche Abkürzungen durch Wohngebiete, über Straßen, die für so viel Verkehr eigentlich gar nicht ausgelegt sind. Dabei könnte die Situation schon längst gelöst sein, findet Keller, denn „die Bauarbeiter waren teilweise 14 Tage einfach verschütt.“

Pressesprecher Volker Lange von den zuständigen Wirtschaftsbetrieben Duisburg gibt zu, dass die Bauarbeiten länger dauern als ursprünglich geplant, allerdings aus gutem Grund. „Die Bauzeit hat sich geändert durch den Mehraufwand von Arbeiten im Fahrbahnbereich sowie die neue Herstellung von Geh-, Rad- und Parkflächen auf der Ostseite, die im Vorfeld nicht geplant waren und sich während der einzelnen Bauabschnitte ergeben haben.“

Eine wochenlange Abwesenheit der Bauarbeiter bestreitet der Sprecher allerdings. „Uns ist nicht bekannt, dass dort wochenlang nicht gearbeitet wurde, lediglich wetterbedingt kann es zu Ausfällen gekommen sein.“ Für die Sicherheit der Fußgänger sei auch gesorgt, es sei eine zweite mobile Ampel aufgestellt worden.

Wenn das voraussichtliche Bauende Anfang Mai erreicht ist, werden auf einer Länge von 260 Metern die Straßendecke, Rad- und Fußwege erneuert sowie Parkbuchten angelegt worden sein. Bis zum letzten Abschnitt, dem Aufbringen der Deckschicht, werden weiterhin Teile jeweils einer Spur gesperrt sein.

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