Duisburg: HKM investiert 15 Millionen in Gasometer

Duisburg : HKM investiert 15 Millionen in Gasometer

Ein herausragendes Bauwerk planen die Hüttenwerke Krupp-Mannesmann im Duisburger Süden: 68,5 Meter hoch soll ein neuer Gasometer werden und den alten, "nur" 60 Meter hohen Gasspeicher ablösen. 15 Millionen Euro sollen dafür investiert werden. Vorgestellt wurden die Pläne noch weit vor dem eigentlichen Genehmigungsverfahren den Nachbarn des Hüttenwerkes, unter anderem der örtlichen Politik und den Vereinsvertretern, am Dienstagabend. Danach soll der neue Hochbehälter im Vergleich mit dem bisherigen auch an Umfang zulegen und letztlich 70 000 Kubikmeter Gas fassen statt bislang 50 000. Stündlich fallen an beiden HKM-Hochöfen 750 000 Kubikmeter Hochofengas an, in der Kokerei im selben Zeitraum 160 000 Kubikmeter Kokereigas. Genutzt wird die Hälfte des Gases zur Kokerei-Unterfeuerung, für die Winderhitzer, die heiße Luft für die Hochöfen erzeugen, in der Sinteranlage und im Stahlwerk. 50 Prozent der HKM-Gasmenge wird im werkseigenen Kraftwerk verstromt.

Aufgabe eines Gasometers ist es, bei Mengen- und Druckschwankungen für einen Ausgleich zu sorgen. Fällt mehr Gas an, wird es vorübergehend gespeichert. Mit dem Bau der ersten Kokerei-Batterie wurde 1959 auch der heutige Gasometer im Südwesten des Werksgeländes errichtet. Er ist nach Unternehmensangaben inzwischen in die Jahre gekommen und müsste umfassend saniert werden. Daher will HKM den Gasometer nach der Inbetriebnahme des Neubaus abreißen und verschrotten. Nur wenige Schritte vom jetzigen Standort entfernt soll ab Mitte 2016 der neue Gasometer gebaut werden. Die Bauzeit ist mit etwa zwei Jahren kalkuliert. Voraussetzung ist ein erfolgreiches Genehmigungsverfahren. Und diverse Gutachten müssen eingeholt werden. Unter anderem zum Thema Artenschutz. Es gehe beispielsweise um Fledermäuse, die nicht zu Schaden kommen sollten, erklärte Dr. Udo Kalina, der bei HKM zuständig für den Umweltschutz ist.

(RP)