Duisburg: Himmelskünstler in der cubus-Kunsthalle

Duisburg: Himmelskünstler in der cubus-Kunsthalle

Freitagabend, 19 Uhr, wird eine große Otto-Piene-Ausstellung in Duisburgs größter Galerie eröffnet.

Als Mitbegründer der Künstlergruppe ZERO ist Otto Piene in der neueren deutschen Kunstgeschichte eine Art Legende. Vor einiger Zeit schien es dennoch um ihn etwas ruhig zu werden, doch nun wird wieder verstärkt nach Otto Piene, dem großen Licht-, Feuer- und Himmelskünstler, gefragt.

Noch vor wenigen Wochen widmete das renommierte Kulturmagazin "Titel, Thesen, Temperamente" Otto Piene eine Sendung. Die Ausstellung, die heute Abend, 19 Uhr, in der cubus-Kunsthalle eröffnet wird, trifft also auf einen günstigen Zeitpunkt. Zumal Otto Piene am 18. April sein 85. Lebensjahr vollendet.

Seit 13 Jahren steht cubus-Geschäftsführerin Dr. Claudia Schaefer in Kontakt zu Otto Piene. Im Jahr 2000 stellte die cubus-Kunsthalle die Skizzen zum "Geleucht" vor, jener 30 Meter hohen nachgebauten Grubenlampe, die seit 2007 als Landmarke auf der Halde Rheinpreußen in Moers-Eick leuchtet und jährlich Tausende Menschen anzieht. Die cubus-Kunsthalle war 2001 auch bei der Sky-Art-Aktion aus Anlass des Ruhrorter Hafenfestes beteiligt. Die aktuelle Ausstellung zeigt Fotodokumente und ein Video über dieses ungewöhnliche Kunst-Event.

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Im Mittelpunkt der Schau steht das grafische Werk Pienes. Insgesamt werden im eigentlichen Ausstellungsbereich und darüber hinaus im Veranstaltungssaal der cubus-Kunsthalle rund 100 Arbeiten gezeigt. Eine besondere Attraktion ist der abgedunkelte Lichtraum, der durch einen 2,60 mal 2,60 Meter großen Lichtcubus bespielt wird. Die cubus-Ausstellung versteht sich als Hommage an einen Künstler, der in der Kunst neue Wege gesucht und gefunden hat. Zur heutigen Ausstellungseröffnung wird Otto Piene, der zwischen den USA und Düsseldorf pendelt, persönlich erwartet.

Morgen reist der Künstler dann zu einer weiteren Ausstellungseröffnung nach Paris. Nach der Begrüßung von Claudia Schaefer führt heute Abend Dr. Stephan von Wiese, der als Museumsmann Piene aus seiner Düsseldorfer Zeit gut kennt, in das Werk des Künstlers ein. Die Piene-Ausstellung bleibt bis zum 16. Juni in der cubus-Kunsthalle (Friedrich-Wilhelm-Straße 64, Kantpark). Eine schöne Auswahl von Plakaten und Serigraphien zeigt bis dahin auch das benachbarte Café Museum.

(RP/EW)
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