1. NRW
  2. Städte
  3. Duisburg

Duisburg: "Heymatabend" mit bester Unterhaltung

Duisburg : "Heymatabend" mit bester Unterhaltung

Jupp Götz, Kai Magnus Sting, die BigBand der Musik- und Kunstschule Duisburg sowie erstklassige Gäste traten im voll besetzten Festivalzelt auf. Das Akzente-Motto "Umbrüche" wurde ironisch auf die Schippe genommen.

Schön, dass im Akzente-Programm auch gute Unterhaltung Platz gefunden hat. Der "Heymatabend 3", bei dem der Duisburger Kabarettist Kai Magnus Sting, der Duisburger Allround-Musiker Jupp Götz, die BigBand der Musik- und Kunstschule der Stadt sowie hochkarätige musikalische Gäste auftraten, traf den Geschmack des Publikums im voll besetzten Akzente-Festivalzelt auf dem Platz des noch zu bauenden Mercatorviertels.

Die Zahl "3" nach dem "Heymatabend" besagt, dass dieses Veranstaltungsformat jetzt seine dritte Auflage erlebt hat. Das Konzept ist einfach: Kai Magnus Sting sorgt mit einigen seiner umwerfenden humorvollen Nummern für Spaß und herzhaftes Lachen. Vorzügliche Musiker garantieren ein komplettes Vergnügen. Hatten die beiden ersten "Heymatabende" in Ruhrort noch eher den Charakter von Hauskonzerten, so fiel die jüngste Ausgabe deutlich größer aus. Neben dem wieder einmal vorzüglichen Jupp Götz, der Balladen ebenso beherrscht wie harten Rock, gastierten diesmal zusätzlich die BigBand der Musik- und Kunstschule unter der Leitung von Rüdiger Testrut sowie die in Duisburg schon gut bekannte Sängerin der Essener Band "Small is beautiful", Minerva Diaz-Perez. Hinzu kommt der virtuose Akkordeonist Heinz Hox, der internationale Konzerterfahrungen hat und beispielsweise mit Showgrößen wie Caterina Valente und Udo Jürgens auf der Bühne stand. Der "Heymatabend" ist locker aufgebaut. Kai Magnus Sting übernimmt zwei größere Parts, wobei das obligatorische Familienessen in einem Restaurant besonders in Erinnerung bleiben wird. Da zieht Sting alle Register seines Schnellsprechvermögens. Kuriose sprachlich-gesellschaftliche sowie grammatikalische Zwickmühlen öffnet er mühelos. Herrlich auch, wie er ironisch das ernsthafte Akzente-Motto "Umbrüche" nicht ganz ernsthaft in seine Moderationen einbezog. Da spielte auch die vorgezogene Oberbürgermeister-Wahl eine Rolle...

  • Künstlerin Beate Gärtner spielt mit der
    „Me and my Machine“ : Das bietet die neue Ausstellung im Duisburger Lehmbruck-Museum
  • Anschlagsverdacht auf Synagoge in Hagen : Verdächtiger 16-Jähriger muss in Untersuchungshaft
  • Großeinsatz in Düsseldorf : Schusswaffe und verdächtiger Koffer in Hotel gefunden - SEK nimmt Mann fest

Die Überleitungen zur Musik, die bei dem Abend im Mittelpunkt stand, improvisieren Kai Magnus Sting und Jupp Götz in Dialogform. Wobei Sting ziemlich frech die vom Geräuschpegel der Festzelt-Veranstaltungen betroffene Nachbarschaft auf die Schippe nahm. Alles nicht bös gemeint!

Uneingeschränkt begeistert war das Publikum von der Qualität des Musikteils. Jupp Götz ist nun einmal ein hervorragender Profimusiker. Seine Interpretation von John Lennons "Come together" war schlichtweg großartig. Auch Minerva Diaz-Perez, die mindestens einmal jährlich in Duisburg mit Jupp Götz auf der Bühne steht, ist ebenfalls eine begnadete Profisängerin mit großem Repertoire, das von "Big Spender" bis zum südamerikanischen Folk reicht.

Was man alles aus einem Akkordeon herausholen kann, bewies Heinz Hox, der übrigens im beschaulichen Tönisvorst lebt, was Sting zu witzigen Anmerkungen inspirierte ("Wenn sich da der Morgennebel verzogen hat, ja dann ..."). Einen Riesenbeifall verdient die BigBand unter Leitung von Rüdiger Testrut, die gleich mit ihrem Auftakt-Stück, das alle als Einleitung zum Aktuellen Sportstudio kennen, das Publikum begeisterte.

Hinzu kommen mindestens zwei herausragende Solisten. Zum einen Testruts Dozentenkollege Markus Krieger am Vibraphon, zum anderen Raphael Peller, ein ehemaliger Schüler der Musikschule, der ein toller Sänger mit cooler Ausstrahlung ist. Ob Balladen von Phil Collins, harte jazzige Songs oder Rock: er hat alles drauf!

Die BigBand der Musikschule wird beim "Draußen-Programm" des Traumzeit-Festivals im Landschaftspark (16 bis 18. Juni) auftreten.

(pk)