Duisburg: Hausmannskost aus der High-Tech-Mensa

Duisburg : Hausmannskost aus der High-Tech-Mensa

Rumeln-Kaldenhausen Bratwurst schlägt Nudelauflauf – das ist schon mal die erste Erkenntnis, die durch das neue Verpflegungsangebot des Albert-Einstein-Gymnasiums gewonnen wurde. Gestern feierte die Schule die Eröffnung ihrer Mensa, die mit High-Tech-Methoden funktioniert.

In Zukunft bestellen die Schüler jetzt ihre Mittagessen per Mausklick via Internet und zahlen bargeldlos mit Chipkarten (wir berichteten). Gestern war ein erstes Testessen, und den Jugendlichen schien es geschmeckt zu haben: Die Teller sahen allesamt am Ende ziemlich leergeputzt aus. In den kommenden zwei Wochen wird noch jede Klasse die Möglichkeit haben, die Mensa und ihr Angebot einmal kostenlos zu testen.

Regeneration über Mittag

"Die Arbeitsbelastung für die Schüler wird immer höher, da ist es sinnvoll, ihnen eine Mittagspause zu ermöglichen, in der sie sich mit einer gesunden Mahlzeit regenerieren können", sagte Schulleiter Karl-Heinz Weber.

Auch viele Lehrer nutzten die Einladung zum Probeessen. "Die einstündige Mittagspause wird ganz schön lang, wenn man nur an seinem Butterbrot knabbert. Aber hier beim Essen und Quatschen vergeht die Zeit ja wie im Fluge", bemerkte Deutsch- und Englischlehrerin Andrea Schaper mit einem verwunderten Blick auf die Uhr.

Täglich werden in der neuen Mensa nun zwei Mittagsmahlzeiten, darunter eine vegetarische, zur Auswahl stehen. Die Mitarbeiter hinter der Theke sind Nadja Kielon und Mario Hirle. Sie freuen sich auf die Arbeit mit den Schülern, versichern sie: "Heute war die Arbeit anstrengend, weil wir nicht wussten, was auf uns zukommt", so Hirle. "Aber sobald sich das eingespielt hat, denke ich, dass wir alle gut miteinander auskommen werden."

Gemüse durchaus beliebt

Ganz nebenbei können sie Erkenntnisse über die Essgewohnheiten Heranwachsender sammeln. "Wir haben uns gewundert, wie viele Schüler sich für Bratwurst mit Kartoffeln und Rotkohl entschieden haben, anstatt für den vegetarischen Nudelauflauf. Das Gemüse war sehr beliebt", ergänzt seine Kollegin Kielon.

Zur Finanzierung der Mensa haben sowohl der Förderverein des Albert-Einstein-Gymnasiums als auch der Kooperationspartner der Schule aus der Wirtschaft, der Konzern Arcelor Mittal, beigetragen.

(RP)
Mehr von RP ONLINE