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Duisburg Hannelore Kraft hält Rede zum 1. Mai

Duisburg · Die Ministerpräsidentin hat zugesagt, bei der Kundgebung zum Tag der Arbeit im Landschaftspark die Mairede zu halten. In diesem Jahr geht es um Arbeitsverhältnisse, die Rente und Gefahren des europäischen Einigungsprozesses.

 Der Landschaftspark ist seit einigen Jahren Veranstaltungsort der Kundgebung zum 1. Mai, zu der neben viel Politik auch ein Rahmenprogramm für die alten und jungen Besucher gehört.

Der Landschaftspark ist seit einigen Jahren Veranstaltungsort der Kundgebung zum 1. Mai, zu der neben viel Politik auch ein Rahmenprogramm für die alten und jungen Besucher gehört.

Foto: Archiv

Der 1. Mai ist der wichtigste Termin für die Deutschen Gewerkschaften. In diesem Jahr stehen drei Themengebiete besonders im Fokus: gute Arbeit, sichere Rente, soziales Europa. So lautet auch das Motto der NRW-Hauptkundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes im Landschaftspark-Nord.

Für Angelika Wagner, Regionsgeschäftsführerin der DGB-Region Niederrhein, ist das wenig überraschend. Sie hält die Wahl Duisburgs als Kundgebungsort für eine logische Konsequenz, die aus regionalen Entwicklungen resultiert: "Duisburg ist in besonderem Ausmaß von den negativen Erscheinungen betroffen, auf die wir am Tag der Arbeit aufmerksam machen wollen", erläutert sie. "Deshalb ist es nur sinnvoll, dass wir die Hauptkundgebung für Nordrhein-Westfalen hier durchführen."

Gute Arbeit gebe es gerade hier in Duisburg immer weniger, so die Gewerkschafterin. "Wir haben in der Stadt eine Beschäftigungsquote von gerade einmal 47 Prozent. Das ist einer der niedrigsten Werte bundesweit." Und wer Arbeit habe, der müsse mit immer schlechteren Bedingungen fertig werden, ärgert sie sich.

Das zweite Thema hat dagegen eher überregionalen Charakter. Denn "die Zukunft der Rente betrifft uns alle", so die Sozialdemokratin. "Die Durchschnittsrente für Frauen beträgt gerade einmal 491 Euro. Das sind knapp 200 Euro weniger, als die gesetzliche Grundsicherung vorsieht. Das müssen sie sich mal klar machen!" Da bestehe für die Politik dringender Handlungsbedarf.

In Sachen Europa sorgt sich der Gewerkschaftsbund in Duisburg im Wesentlichen um die Wahrung sozialer Standards. "Die Politik muss unbedingt darauf achten, beim europäischen Einigungsprozess auch soziale Komponenten zu berücksichtigen", findet Wagner. "Eine Entwicklung hin zu einem kleinsten gemeinsamen Nenner in Sozialfragen werden wir mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln bekämpfen."

Den Auftakt in die Gewerkschaftsveranstaltungen rund um den 1. Mai in Duisburg bildet ein DGB-Kongress unter dem Titel "Nazis und Rassismus wirksam entgegentreten", der bereits am morgigen Samstag, 27. April, im neuen Neudorfer Berufsschulzentrum stattfindet. Im Rahmen des Kongresses verleihen die Gewerkschafter zum ersten Mal den von der DGB-Jugend gestifteten Emil-Rentmeister-Preis für außerordentliches Engagement für die demokratische Gesellschaft. Wer sich für eine Teilnahme am Kongress interessiert, kann sich unter der E-Mail-Adresse duisburg@dgb.de dafür anmelden. Es sind jedoch nur noch wenige Plätze verfügbar.

(RP/rl)
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