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Duisburg: Haltestelle wieder ohne Zebrastreifen

Duisburg : Haltestelle wieder ohne Zebrastreifen

Große Unsicherheit hatte zur Eröffnung des Berufsschulzentrums im September vergangenen Jahres in Neudorf geherrscht, was die Verkehrsverhältnisse auf der Mülheimer Straße und an der Haltestelle am Lutherplatz betrifft.

Die Fußgängerüberwege an der Mülheimer Straße waren dazu umgebaut worden. Das hat sich nun wieder geändert. "Die Bezirksregierung Düsseldorf hat die Entfernung der provisorisch eingerichteten Zebrastreifen durchgesetzt, weil die Lösung gegen die Straßenverkehrsordnung verstößt: Im Zuge von grünen Wellen und in der Nähe von Ampeln dürfen nämlich keine Zebrastreifen angelegt werden", teilte die FDP gestern mit. Der Duisserner FDP-Ratsherr Frank Albrecht wundert sich darüber, dass dies nicht weitere Konsequenzen zur Folge hat.

Durch die Entfernung der Zebrastreifen sei die Notwendigkeit für die Einengung der Hauptverkehrsverbindung Mülheimer Straße auf jeweils nur eine Fahrtspur und das Tempolimit von 30 Stundenkilometern entfallen, meinte Albrecht. Die erwarteten Schülermassen seien ausgeblieben. Nur in einem kurzen Zeitraum zur Mittagszeit gebe es ein erhöhtes Fahrgastaufkommen, das die Haltestelle aber verkraften könne. "Eine Stauung des Verkehrs auf dieser Hauptverkehrsader ist auch ökologisch nicht sinnvoll. Da die Mülheimer Straße auch Teil des Rettungswegenetzes ist, beschwört die Einengung auch Gefahren herauf", sagte FDP-Bezirksvertreter Kurt Schulte Herbrüggen.

"Nacht- und Nebelaktion"

Verärgert zeigten sich dagegen die SPD und die CDU-Fraktion aus der Bezirksvertretung Mitte. Die Fraktionsvorsitzenden Fredy Wagemeyer (CDU) und Reinhard Meyer (SPD) sprachen von einer "Nacht- und Nebelaktion" ohne Einbindung der Bezirksvertretung Mitte. Die von der Verkehrsplanung im September 2011 vergangenen Jahres erarbeitete Verkehrsregelung an der Haltestelle Lutherplatz sei nun außer Kraft gesetzt und die alte Verkehrsführung wieder hergestellt. "Wir empfinden es als Missachtung der Bezirksvertretung, von dieser Aktion nicht informiert worden zu sein", sind sich Wagemeyer und Meyer einig.

"Sicher hat es im Vorfeld Bedenken gegeben, aber gerade die als provisorisch gedachte Regelung, auch mit Abschaltung der Ampelanlagen hat für eine zügige Leerung des Bahnbereichs gesorgt. Gleichzeitig konnten Engpässe weitgehend beim Autoverkehr mit Tempo 30 vermieden werden." Nach neuesten Meldungen soll dieses Tempolimit in beiden Fahrtrichtungen erhalten bleiben. Wagemeyer und Meyer verstehen deshalb nicht, warum man die Hinweisschilder dann ebenfalls entfernt hat.

(RP/rl)