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Duisburg: Haftstrafe für Schießerei

Duisburg : Haftstrafe für Schießerei

Wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz und gefährlicher Körperverletzung muss ein Mann aus Duisburg für drei Jahre und vier Monate ins Gefängnis. Gestern fällte das Landgericht das Urteil.

Der 43-Jährige hatte im Juni vergangenen Jahres wie berichtet auf der Beekstraße mehrere Schüsse abgefeuert und dabei zwei Männer verletzt. Die Schüsse hatte er nach eigenen Angaben aus Angst auf den Asphalt abgefeuert. Am Tatabend hatte er sich mit Gläubigern getroffen, denen er noch 500 Euro zahlen sollte. Er habe aber kein Geld gehabt. Die Männer hätten daraufhin sein Handy gefordert. Mit den Schüssen habe er sie einschüchtern, aber keinesfalls verletzen wollen. Die Projektile waren abgeprallt und hatten einen der der Zeugen am Knie, einen anderen am Fuß verletzt.

Der Familienvater bezeichnete sich als selbstständiger Kaufmann und Gastronom. Kurz vor der Tat habe er erfolglos ein Café geführt und dadurch Mietschulden gehabt. Nach den Schüssen war er in die Türkei geflohen. Er konnte erst im Januar ausgeliefert werden. Die Staatsanwaltschaft hatte eine fast doppelt so hohe Strafe von sechs Jahren und sechs Monaten gefordert. Seine Verteidiger beantragten eine Haftstrafe von nicht mehr als drei Jahren.

(RP/rl)