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Duisburg: Hafen setzt seine Erfolgsgeschichte weiter fort

Duisburg : Hafen setzt seine Erfolgsgeschichte weiter fort

2013 war für den Duisburger Hafen kein einfaches Jahr. Duisport-Chef Erich Staake freute sich gestern, dass der Hafen trotzdem noch ein gutes Ergebnis vorweisen konnte. Obwohl der Güterumschlag der Duisport-Gruppe mit 62 Millionen Tonnen um eine Million geringer ausfiel als im Vorjahr, wurde das Ergebnis von 29 Millionen Euro auf 30 Millionen Euro gesteigert.

Nimmt man allerdings den Umschlag der Werkshäfen dazu, ergab sich sogar eine zehnprozentige Umschlagssteigerung von 110 auf 123 Millionen Tonnen. Das lag vor allem an der wieder anspringenden Konjunktur im Stahlbereich, infolge derer dort wieder erheblich mehr Importkohle umgeschlagen wurde. Bei Duisport sprang der größte Kohleimporteur ab, so dass sich die Duisburger Hafen AG nun selbst um die Kohleinsel kümmert. Der Boom der NRW-Steinkohlekraftwerke benötigt schließlich jede Menge Importkohle.

Im nächsten Jahr sollen die RAG-Flächen vermarktet werden

Erfolgsgeschichten lassen sich scheinbar beliebig fortsetzen: Nach logport I (Rheinhausen), logport II (Wanheim) und logport III (Hohenbudberg) geht es nun mit der Vermarktung von logport IV (Kamp-Lintfort) und logport V (Oberhausen) weiter. In Kamp-Lintfort soll im nächsten Jahr mit der Vermarktung der alten RAG-Flächen begonnen werden. Zusammen mit einer weiteren Fläche in Ruhrgebiet hat der Hafen noch knapp 100 Hektar in der Vermarktung.

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Größter Wachstumsmotor bleibt für die Duisport-Gruppe nach wie vor der Containerumschlag. Er konnte noch einmal von 2,6 Millionen Standard-Containern auf drei Millionen gesteigert werden. Auch in diesem Jahr kann dieser Trend fortgesetzt werden. "Wenn es gut läuft, gibt es wieder einen zweistelligen Zuwachs", so Staake. In diesem Jahr wird Duisport erstmals die Marke von 1000 Beschäftigten erreichen. Dies liegt vor allem an der Ausweitung der Verpackungslogistik.

Weiterhin im Blick hat der Hafen auch die Wachstumsmärkte in China und der Türkei. Nicht von ungefähr war vor kurzem der chinesische Ministerpräsident Xi Jinping in Rheinhausen zu Gast. Die Güterzüge nach Chongqing und über Peking nach Shanghai sollen künftig auch auf ihrer Rückfahrt mehr Güter transportieren. Während sie Hightech-Elektronik zum Beispiel von Acer, Apple oder Hewlett Packard aus Fernost nach Duisburg bringen, sind die Züge in umgekehrter Richtung häufig noch zu wenig ausgelastet. "Wir sind dabei aber auf einem guten Weg", erklärte der Hafen-Chef. Nach der Großansiedlung von Audi und VW ist für den Hafen auch der Automobilbereich noch längst nicht ausgereizt. "Da ist nichts ausgeschlossen", meinte Staake.

(mtm)