Hafen Duisburg: Duisport trotz Niedrigwasser auch 2018 auf Erfolgskurs

Duisport: Gewinn von knapp 11,9 Millionen Euro : Hafen: Erfolgreich trotz Niedrigwasser

Die Duisport-Gruppe ist breit aufgestellt und internationaler denn je unterwegs. Die Bilanz der Hafen AG ist am Montag Thema im Stadtrat.

Mit erfreulichen Zahlen der Duisburger Hafen AG wird sich der Rat in seiner nächsten Sitzung am Montag, 1. Juli, beschäftigen. Der Bilanzgewinn des Hafens in Höhe von knapp 11,9 Millionen Euro wird aufgeteilt: 4,2 Millionen Euro gehen an die Aktionäre, rund 7,7 Millionen in die gesetzliche Rücklage. Bekanntlich steht der Hafen zu zwei Dritteln im Eigentum des Landes NRW, ein Drittel gehört der Stadt Duisburg. Zur duisport-Gruppe gehören inzwischen 24 weitere Gesellschaften, bei der die Hafen AG die Mehrheit der Stimmrechte hat oder einen beherrschenden Einfluss ausübt. Im Vorjahr lag die Zahl der Tochtergesellschaften noch bei 22. Dazu gehören unter anderem die Hafen Duisburg-Rheinhausen GmbH, der Dienstleister duisport agency oder die Bahngesellschaft duisport rail. Wichtige Rollen spielen dabei auch die mit der Verpackung von Bahn- und Schiffsfracht befassten Tochterunternehmen wie duisport packing logistics.

Diese Hafentöchter gibt es auch in Chemnitz, Pune (Indien), Antwerpen (Belgien) und Sinzing (Oberpfalz). Der Duisburger Hafen gilt bei der Spezialverpackung für Investitionsgüter inzwischen zu den Marktführern in Deutschland. Dabei reicht die Palette von der Verpackung für den Transport von Standardcontainern bis zu ganzen Produktionsanlagen und Fabriken.

Grundsätzlich ist der Hafen schon lange global aufgestellt. Dies belegen Beteiligungen an Logistikeinrichtungen beziehungsweise Firmen in den Niederlanden, Türkei, Frankreich, China und Indien, aber auch ein Anteil von 0,66 Prozent am Great Stone Industrial und Logistik Park im weißrussischen Minsk. Daneben hat duisport 100 Prozent der Bohnen Logistik GmbH & Co. KG in Niederkrüchten übernommen. Die Duisburger Hafen AG und die Hafen Duisburg-Rheinhausen GmbH haben insgesamt 222.840 Quadratmeter vermarktet. Dazu kommen rund 290.000 Quadratmeter – das entspricht mehr als 40 Fußballfeldern – auf dem Logport V-Gelände in Oberhausen. Dadurch sollen rund 1500 direkte Arbeitsplätze geschaffen werden. Hier entsteht eine neue Logistikzentrale für Edeka. Die Chinazüge, die wöchentlich bis zu 40 Mal zwischen Duisburg und verschiedenen Zielen in Fernost verkehren, sind längst zum Treiber bei der Seidenstraßen-Initiative geworden. Der Güterumschlag per Schiff ging 2018 um drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurück und betrug 14,2 Millionen Tonnen. Der Rückgang ist vor allem auf das monatelange Niedrigwasser mit eingeschränkten Möglichkeiten beim Schiffsverkehr zurückzuführen. Generell gab es aber auch Rückgänge bei Eisen, Stahl, Metallen, Kohle, Schrott und chemischen Erzeugnissen. BeimContainerumschlag wurde mit 4,1 Millionen das Vorjahrsergebnis erreicht. Über die Hälfte der Container wurden dabei mit Bahn und Schiff umgeschlagen.

Der Gesamtumschlag mit Schiff und Bahn stieg auf 32,9 Millionen Tonnen, was einen Zuwachs von zwei Prozent bedeutet. Fast genau so viel (32,3 Millonen Tonnen) wurden mit dem LKW bewegt – ebenfalls ein Plus von zwei Prozent.

Die Duisburger Hafen AG hatte 2018 ins gesamt 209 Mitarbeiter, 16 mehr als 2017. Die duisport-Gruppe hat jetzt 669 Mitarbeiter, 223 mehr als im Vorjahr. Dies ist vor allem auf die Übernahme der Firma Bohnen zurückzuführen.

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