Duisburg: Häufig eine niedrige Hemmschwelle

Duisburg: Häufig eine niedrige Hemmschwelle

Vergleichbares wie in der Silvesternacht in Köln ist hier noch nicht vorgekommen.

Vergleichbare Vorfälle wie in der Silvesternacht in Köln hat es in Duisburg noch nie gegeben, sagt Pressesprecher Achim Wawrzeniewski. "Wir kennen aber die Methode des Antanzens auch von hier." Scheinbar in fröhlicher Laune nähern sich dabei Fremde und nutzen den Überraschungseffekt, um ihre Opfer zu bestehlen. "So etwas ist in Einzelfällen in Duisburg schon passiert." Aber nie habe es sich dabei um größere oder gar so große Tätergruppen wie in Köln gehandelt.

Und hier sei es den Tätern auch ums Klauen gegangen, nicht darum, Frauen anzugrabschen. "Wir beobachten aber ständig, ob sich in diese Richtung hier was tut." Selbst wenn es sich bei den Kölner Tätern um Asylbewerber gehandelt haben sollte, die meisten der hier lebenden Flüchtlinge seien absolut unauffällig. Aus Duisburger Polizeikreisen ist allerdings auch zu hören, dass die Beamten bei Einsätzen gegen männliche Asylbewerber mit Wurzeln in Schwarzafrika mit besonderer Vorsicht vorgehen.

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Denn viele von diesen Männern hätten eine Waffe griffbereit in der Hosentasche und vergleichsweise wenig Skrupel, diese einzusetzen. Grund für die niedrige Hemmschwelle sei, dass diese Menschen in ihren Heimatländern mit dem System Gewalt - auch durch staatliche Kräfte - groß geworden sind.

(hch)