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Duisburg: Guter Vorverkauf für die neue Traumzeit

Duisburg : Guter Vorverkauf für die neue Traumzeit

Bereits 500 Karten wurden für das Musikfestival im Landschaftspark Duisburg-Nord verkauft. Auf fünf Bühnen treten vom 21. bis 23. Juni rund 30 Bands auf. Die Konzerte in der Kraftzentrale werden besonders gewichtet.

Die Werbetrommel sei noch gar nicht richtig gerührt worden und "dennoch haben wir bereits 500 Karten verkauft". Das sagte gestern Uwe Gerste, Geschäftsführer der Duisburg Marketing GmbH, die für das Traumzeit-Festival im Landschaftspark Duisburg-Nord verantwortlich ist. Vor gut zwei Wochen seien zum ersten Mal vier Namen von Gruppen und Einzelkünstlern bekannt gegeben worden, die beim Musikfest im Schatten der Hochöfen auftreten werden: Alex Clare, Editors, Lucas Graham und Hiromi. Offenbar haben bereits diese vier Namen für eine "verblüffend starke Nachfrage nach Tickets" gesorgt.

Gestern stellte Frank Jebavy, Leiter des Festivalbüros der DMG, zusammen mit seinen Beratern Marcus Kalbitzer und André Lapehn, die beide schon früher im Hintergrund bei Musikereignissen in Duisburg mitgewirkt haben, weitere Details zum Programm vor, das zum großen Teil steht, aber noch einige "Überraschungen" bieten soll.

Auf fünf Bühnen werden rund 30 Bands vom 21. bis 23. Juni mit Sounds zwischen ambitionierten Pop, Indie-Rock, Neo-Folk, Electro und Jazz für ein "Festival der Kontraste" sorgen. Das Programm startet am Freitag, 21. Juni, um 18 Uhr. Es wird an den beiden folgenden Tagen um 16 Uhr fortgesetzt.

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Die Konzerte in der Kraftzentrale, die mehr als 2000 Menschen Platz bietet, werden in diesem Jahr besonders gewichtet. Fest steht, dass "Editors" am Freitag und Alex Clare am Sonntag die "Anker" in der Kraftzentrale sind. Wer es am Samstag wird, sei noch nicht entschieden worden. Wer wo auftritt werde endgültig erst wenige Wochen vor dem Festival festgelegt, hieß es gestern.

Die Programmschwerpunkte lesen sich nach gestrigem Stand folgendermaßen: Von ambivalenten Gefühlen zwischen dem Aufbruch in neue Welten und der Rückbesinnung auf die Heimat singen Thees Uhlmann und seine Band am 21. Juni. Zarte Töne schlägt am selben Abend Agnes Obel an, die eine klassische Musikausbildung absolviert hat und mittlerweile eine träumerischen Mischung aus Pop, Folk und Klassik-Elementen entwickelt hat. Elektronische und traditionelle Klänge verbindet das Geschwisterpaar CocoRosie am 22. Juni zu einem Sound, der in die Zukunft zu weisen scheint und gleichzeitig ein Zurück zur Natur anstrebt.

Mit einem Gute-Laune-Pop wollen die Shout Out Louds am 23. Juni an ihre Anfänge anknüpfen. Licht und Farben spielen eine große Rolle bei ihrer jüngst erschienenen CD mit dem bezeichnendem Titel "Optica", die bei der Traumzeit vorgestellt wird. Leiser dürfte es am gleichen Tag bei Ron Sexsmith werden. Der unter anderem von Paul McCartney, Bob Dylan und Elvis Costello geschätzte Singer/ Songwriter bekam von der Zeitschrift "Rolling Stone" für seine gerade veröffentlichte CD "Forever Endeavour" fünf Sterne, die Bestnote. "Ich bin morgens immer müde, aber abends werd' ich wach", heißt der aktuelle Song des Frauentrios "Laing", das in der Wachphase der Traumzeit auftritt. Auch bekannte Duisburger werden bei der Traumzeit dabei sein. Zum Beispiel der renommierte Pianist und Keyboarder der Popband Mobilée, Kai Schumacher, der im April seine neue Solo-CD "Transcriptions" herausbringt, die, wir konnten schon reinhören, einen intelligenten und packenden Crossover bietet (22. Juni). Und endlich gibt es hier mal wieder einen Auftritt der Flowerpornoes mit Tom Liwa (23. Juni).

Frank Jebavy sagte gestern, er hoffe, dass die Traumzeit 2013 auch ein "Abschluss unruhiger Zeiten" sei, wobei er darauf anspielte, dass die Stadt mit dem früheren künstlerischen Leiter, Tim Isfort, in Unfrieden auseinander gegangen ist. Die Traumzeit soll ein schärferes Profil bekommen und das jüngere Publikum stärker als ihre Vorgänger ansprechen. Ganz neu erfunden werde die Traumzeit aber nicht. Einige der Künstler, die im Juni auftreten werden, waren auch schon bei früheren Traumzeiten in Duisburg dabei. Wirtschaftliches Ziel sei, mehr als 2500 Tickets zu verkaufen. Das ist die Zahl aus dem Jahr 2011.