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Grundschule Duisburg: Mann wollte Mädchen mit Bonbons in sein Auto locken

Duisburger Grundschule : Unbekannter Mann wollte Mädchen mit Bonbons in sein Auto locken

An der Duisburger Grundschule Hebbelstraße herrscht große Aufregung: Ein Mann soll versucht haben, ein neun Jahre altes Mädchen auf dem Schulweg in sein Auto zu locken. In den sozialen Netzwerken kochen die Emotionen hoch, die Polizei warnt vor einer Hetzjagd.

Ein Mädchen soll am Mittwoch gegen 13 Uhr im Bereich des Spielplatzes an der Koloniestraße/Rheinbabenstraße von einem Unbekannten angesprochen worden sein – so steht es im offiziellen Polizeibericht.

Die Neunjährige berichtete demnach, der Mann hätte ihr Süßigkeiten angeboten und sie so in sein Auto locken wollen. Das Kind soll laut geschrien haben und weggegangen sein. Etwa eine halbe Stunde später meldete die Mutter die Geschehnisse bei der Polizei.

Die Beamten suchen nun Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben. Wichtig für die polizeilichen Ermittlungen sind vor allem Personen, die zu diesem Zeitpunkt in der Nähe des Spielplatzes waren. Hinweise werden unter der Rufnummer 0203 2800 beim Kriminalkommissariat 12 entgegengenommen.

Das Mädchen soll sich zur angegebenen Zeit auf dem Heimweg von der Gemeinschaftsgrundschule Hebbelstraße in Neudorf befunden haben. Die Schule hat bereits reagiert und in Absprache mit der Bezirkspolizei einen Warnbrief an die Eltern verschickt.

Darin heißt es: „Bitte sprechen Sie mit ihrem Kind über den Vorfall und ein mögliches Verhalten Ihres Kindes, falls Ihr Kind auch angesprochen werden sollte. Vielleicht können Sie organisieren, dass Ihr Kind nie alleine geht, sondern in Gruppen mit mehreren Kindern.“ Ähnliche Fälle sollten umgehend der Polizei und der Schule gemeldet werden.

Im aktuellen Fall sei mittlerweile ein Phantombild in den sozialen Netzwerken im Umlauf, dass willkürlich mit diesem Fall in Verbindung gebracht werde, so die Polizei. Es soll einen Mann zeigen, der im Verdacht steht, eine Straftat in Heiligenhaus begangen zu haben.

Die Polizei warnt grundsätzlich vor privaten Fahndungen mit vermeintlichen Phantombildern oder Fotos von mutmaßlichen Verdächtigen. Die Erfahrung zeige, dass manchmal die Beschreibungen von vermeintlichen Tätern erheblich von der Realität abwichen. Plötzlich stünden Bilder von ähnlich aussehenden Personen im Internet oder tauchten in Whats-App-Gruppen auf, die nichts mit dem Vorfall zu tun haben. Dadurch könnten Hetzjagden entstehen, die auch für diejenigen strafrechtliche Konsequenzen haben können, die solche falschen Bilder einstellen.

In der polizeilichen Sachbearbeitung seien Experten am Werk, die die passenden Fahndungsbilder erstellen würden. Diese Spezialisten seien darin ausgebildet und verfügten über eine besondere Software zur Erstellung solcher Portraitbilder. „Ermittlungen und Fahndungen sollten daher stets in den Händen der Polizei bleiben“, heißt es abschließend.

(dab)