Duisburg: Grüne wollen die Baumschutzsatzung zurück

Duisburg: Grüne wollen die Baumschutzsatzung zurück

Vor zwei Jahren wurde die Baumschutzsatzung in Duisburg von der Mehrheit des Stadtrates außer Kraft gesetzt. Die Grünen fordern nun die Einrichtung einer Kommission, die die Wiedereinführung der Satzung überprüfen soll. Gemeinsam mit der Linksfraktion haben die Grünen einen entsprechenden Antrag in die Ratssitzung am 5. März eingebracht. "Zwei Jahre liegt nun die Abschaffung der Baumschutzsatzung zurück und die Bilanz ist überall im Stadtgebiet sichtbar", sagt Anna von Spiczak, Ratsfrau und umweltpolitische Sprecherin der grünen Ratsfraktion. "Was als vermeintliche Entbürokratisierung der heimischen Gartenpflege gedacht war, mündete schnell in großen Kahlschlagaktionen. Insbesondere private Großgrundbesitzerinnen und -besitzer, wie beispielsweise Wohnungsbaugesellschaften, haben in letzter Zeit beherzt zur Kettensäge gegriffen. Doch Duisburg hat weiterhin keinerlei Satzung, die den Baumschutz sicherstellt und derartigen Entwicklungen Einhalt gebietet."

Aus Sicht der Grünen sei die letzte Fassung der Baumschutzsatzung effektiv gewesen, so von Spiczak. "Es konnten Einnahmen generiert werden, mit denen die Stadt Ersatzpflanzungen finanzieren konnte." Man habe zur Kenntnis genommen, dass es bei SPD und CDU Vorbehalte gegen diese Satzung gebe. Um diesen gerecht zu werden, fordere man mit diesem Antrag die Einsetzung einer Kommission, bestehend aus Vertretern aller Ratsfraktionen und den Umwelt- und Naturschutzverbänden. Diese solle auf der Grundlage der alten Baumschutzsatzung eine neue entwickeln. "Eine abgeänderte Satzung ist für den Naturschutz immer noch ein größerer Gewinn, als erst gar keine zu haben", sagt von Spiczak. "Mit diesem Antrag reichen wir den anderen Fraktionen die Hand, um den Fehler der restlosen Abschaffung zu bereinigen und gemeinsam eine zukunftsfähige Lösung zu finden."

(RP)
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