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Duisburg: Große Sause zum runden Jubiläum

Duisburg : Große Sause zum runden Jubiläum

Seit 50 Jahren wird das Schützen- und Heimatfest der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft nun schon von einer großen Kirmes begleitet. Verantwortlich dafür ist die Schaustellerfamilie Müller.

Die Rahmer St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft feiert in diesem Jahr ein nicht alltägliches Jubiläum: Seit 50 Jahren wird zum jährlichen Schützen- und Heimatfest auch eine Kirmes aufgebaut, und zwar seit 1964 von der Schaustellerfamilie Müller als Generalunternehmer.

Seit dem Jahre 1800 ist die Familie Müller / Winterhalder im Schaustellergewerbe tätig. 1992 übernahm der Sohn Richard Müller, der schon als Kind in Rahm immer mit dabei war, die Geschäfte - immer bemüht, durch neue Fahrgeschäfte zusätzliche Attraktionen nach Rahm zu bringen. So bietet er mit seinem Geschäftsfreund Peter Buchholz seit 2003 auch die Anmietung einer "historischen Kirmes" an, die im Jahre 2011 zum 500-jährigen Bestehen der Rahmer Bruderschaft auch in Rahm aufgebaut wurde.

Kirmes zum Schützenfest: Eine lange Tradition

Die erste Kirmes 1964 fand auf dem Parkplatz von "Haus Kornwebel" statt. Das traf sich gut, denn im großen Saal des Hauses Kornwebel fand damals das Schützenfest mit geladenen Gästen statt. Der Zutritt für Bürger war aus Platzgründen nicht möglich; alle Bruderschaftsmitglieder trugen als einheitliche Tracht einen schwarzen Anzug.

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1971 wurde erstmals zum Schützen- und Heimatfest ein Festzelt am Banrather Kreuz aufgebaut, und auch die Kirmes zog mit um. Als erste Gruppierung der Bruderschaft erhielten die Offiziere den grünen Rock, Federbusch und Degen. In dieser Zeit entwickelte sich auch die Tradition des Blumenschmucks im Festzelt. Dank des in Rahm ansässigen Rosenzüchters Werner Ruland und seiner Frau Kerstin entsteht jedes Jahr eine Traumlandschaft aus Blumen, die wohl in weitem Umkreis einzigartig ist.

Seit 25 Jahren auf vereinseigenem Grundstück

Die nächste Verlegung des Schützenfestes und der dazugehörigen Kirmes fand 1977 statt. Man zog zum "Alten Schwesternheim". Mit einem neuen, vereinseigenen Kleinkaliber-Vogelschießstand hatte auch die neu gegründete "Hubertuskompanie" ihren ersten großen Auftritt. Sie organisiert bis heute das Schmücken des gesamten Dorfes mit Wimpelketten. Der von ihr gebaute "Hubertuswagen", gezogen von einem Oldtimer-Trecker, fährt mit im Schützenumzug und nimmt alle Mitglieder an Bord, die nicht mehr so gut zu Fuß sind.

1989 zog die Schützenbruderschaft dann mit Festzelt und Kirmes auf ihr inzwischen erworbenes, eigenes Grundstück am Reiserpfad, neben dem Sportgelände des TuS Rahm. Ab diesem Jahr wurde und wird die Bruderschaft mit ihren Mitgliedern durch viele unterschiedliche Gruppierungen getragen: Offizierskorps, Königs-Kompanie, Hubertus-Kompanie, 1. Kompanie, Freischützen, Nikola-Gruppe, Tellschützen, Schülerschützen, Jungschützen und Fahnenschwenker.

Viele Besonderheiten zum Jubiläum

Mit dem vereinseigenen Grundstück hatte die Bruderschaft nun eine dauerhafte Bleibe und einen festen Ort zur Ausrichtung des Schützen- und Heimatfestes. Dies wurde auch dokumentiert durch den Bau eines vereinseigenen Schützenhauses im Jahre 1991, in dem nun auch der Schießbetrieb der Bruderschaft stattfinden konnte.

Zu den üblichen Angeboten der Kirmes werden diesmal zum Jubiläum ein Kettenflieger, eine Outdoor-Hüpfburg und eine geschlossene Discohüpfburg mit Flashlights und Musik angeboten. Münchhausen Catering- und Messeservice bietet zusätzliche Spezialitäten wie Flammkuchen, Pilzpfanne und Geschnetzeltes an. Und auch das Sicherheitsbedürfnis wird nicht zu kurz kommen: Der seit sechs Jahren eingesetzte Sicherheitsdienst vermittelt allen Besuchern ein Gefühl der Geborgenheit.

Zum Schützen- und Heimatfest vom 5. bis 8. September wird das Dorf Rahm auch neu herausgeputzt. An 30 neuen Standorten werden neue grün-weiße Fahnentücher der Bruderschaft aufgehängt. Ob das auch im Zwiebelkirchturm der Rahmer Pfarrkirche möglich ist, wird zurzeit noch geprüft.

(RP)