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Duisburg: Großbaustelle auf der Berliner Brücke

Duisburg : Großbaustelle auf der Berliner Brücke

In diesem Jahr wird die Überquerung der Ruhr und des Hafens saniert. Von Mai bis Oktober dauern die Arbeiten, die mit Vollsperrungen von elf Wochen pro Fahrtrichtung einhergehen.

Dank eines Landesprogramms können derzeit in Duisburg etliche Schlaglöcher gestopft werden. Teilweise gleichen die Straßen Marterstrecken fürs Auto und seine Insassen. Die sichtbaren Schäden sind allerdings nicht immer unbedingt auch diejenigen, die am dringendsten beseitigt werden müssen. Die meisten Brückenzüge in der Stadt hätten eine Fitnesskur nötig, zum Beispiel der, der die Abfahrt der A 40 in Hochfeld mit dem Marientor verbindet. Aber für eine Instandsetzung, geschweige denn für den Abriss dieses einst als Provisorium gedachte Verbindungsstück fehlt das Geld.

Vorhanden ist es hingegen für den Ausbau der Berliner Brücke im Zuge der A 59. Die Stadtautobahn gehört zu den meist frequentierten Verbindungen in der Stadt. Vor allem im Berufsverkehr sind Staus hier die Regel. Der Landesbaubetrieb Straßen.NRW wird sich in diesem Jahr den Engpass zwischen Meiderich und der Innenstadt vorknöpfen, nachdem der Ausbau in der Innenstadt abgeschlossen ist. Bestärkt durch die guten Erfahrungen mit der Vollsperrung der A 40 in Essen vor zwei Jahren wird die Großbaustelle "Berliner Brücke" gleichfalls nicht bei fließendem Verkehr abgewickelt.

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Umleitung wird vielen zu umständlich sein

Los geht es am 1. Mai in Fahrtrichtung Düsseldorf. Bis Mitte Juli müssen sich Autofahrer aus dem Norden in Richtung Düsseldorf dann Alternativrouten suchen, weil beide Spuren in Richtung Süden gesperrt sein werden. Ein Großteil des Verkehrs wird voraussichtlich über innerstädtische Straßen rollen. Denn die Umleitung vom Kreuz-Nord über die A 42 bis Kamp-Lintfort, die A 57 bis Moers, die A 40 bis zum Kreuz Duisburg und dann zurück auf die A 59 in Richtung Düsseldorf wird wohl den meisten zu umständlich sein. Diejenigen, die in die Landeshauptstadt wollen, wissen zudem, dass sie auf der A 57 spätestens hinter Krefeld im Berufsverkehr im Stau stehen müssen, und die Alternative über die A 3 ist gleichfalls nicht attraktiv. Das gleiche gilt für den Weg durch die Stadt über Ruhrort. Denn auch am Karl-Lehr-Brückenzug wird noch einige Zeit gebaut.

Ab 13. Juli gibt es dann eine einwöchige Baupause auf der A 59, bevor die Arbeiten auf der Berliner Brücke in Gegenrichtung beginnen, Ab dem 20. Juli, so ist geplant, wird die Fahrtrichtung Dinslaken komplett gesperrt. Kann der Zeitplan eingehalten werden, sind nach dem 2. Oktober die Bauarbeiter von der Brücke verschwunden, die dann wieder belastungsfähig ist, aber auch weiterhin nur zwei Fahrspuren pro Richtung haben wird. Auch in Richtung Süden am Anschluss zur B 288 werden sich die Arbeiten dann dem Ende genähert haben, wobei der Ausbau der Bundesstraße in Richtung Krefeld dann erst richtig los geht. Auf der A 40 und der A 42 ist gleichfalls noch einiges zu tun, um Brücken und Fahrbahnen für den zunehmenden (Schwerlast-)Verkehr fit zu machen.

(RP)