1. NRW
  2. Städte
  3. Duisburg

Gregor Weinand (CDU) will das Ratsmandat für seine Partei zurückerobern

Kommunalwahl in Duisburg : Ein Pragmatiker mit sozialer Ader

Gregor Weinand will den Wahlkreis Baerl für die CDU bei der Kommunalwahl zurück erobern.

Der 64-jährige pensionierte Diplomingenieur Gregor Weinand ist davon überzeugt, bei der Kommunalwahl den Sitz im Rat von der SPD für die CDU wieder zurück zu gewinnen. Für den Rat zu kandidieren zählte eigentlich nicht zu den Dingen, die er sich für sein Leben vorgenommen hatte, aber die Parteifreunde überzeugten ihn davon, wie er erzählt, dass er dafür der richtige Mann sei. Geboren und aufgewachsen ist er in Homberg in den Haesen, seit zehn Jahren wohnt er in Baerl. Sein Elternhaus stand auf der Pattbergstraße. Seine Eltern waren viele Jahre für die St. Peter-Gemeinde aktiv. Er selbst leitete Jugendgruppen und hatte einen großen Freundeskreis. Für die Union engagiert er sich seit seiner Jugend. Das Soziale sei ihm wichtig, und so verortet er sich in der Partei nicht auf der Seite von Friedrich Merz, obwohl er auch in der Mittelstandsvereinigung aktiv ist, sondern bei den progressiveren Kräften. Er nennt sich Pragmatiker. Heiner Geißler ist eine seiner Leitfiguren. Derzeit ist Weinand, der am Franz-Haniel-Gymnasium einige Stunden Mathematik lehrt, stellvertretender Vorsitzender im CDU Stadtbezirk Homberg/Ruhrort/Baerl.

Ein politisches Thema ist für ihn noch nicht erledigt, obwohl eine Lösung alles andere als einfach ist: die Nahversorgung in den Haesen. „Den Kampf gebe ich noch nicht verloren“, gibt er sich entschlossen. Früher waren die Bewohner in dem Viertel gut versorgt. Zuletzt konnten sie im Edeka-Markt ihre Einkäufe erledigen, der seit Dezember geschlossen hat. „Inzwischen stehen Dutzende an der Haltestelle, um nach Hochheide zu fahren“, hat Weinand beobachtet. Das sei für alte Menschen eine Zumutung.

Derzeit fährt Weinand seine Fühler nach anderen potenziellen Betreibern aus. Den neuen Edeka an der Moerser Straße, wo sich noch ein Discounter und ein Drogerie-Markt befindet, begrüßt er allerdings ausdrücklich. „Das war eine wichtige und gewünschte Aufwertung.“

In Baerl will er den Drang der Investoren durch Bebauungspläne bändigen. Große Unterschiede zur SPD gebe es da nicht. „Der Hans Gerd Bosch macht das richtig und kann sich auch sehr gut verkaufen.“, sagt er. Nur einmal habe dieser sich vergaloppiert. Als er an der Schulstraße der evangelischen Kirche den geplanten Bau der Seniorenwohnungen verwehren wollte: „Das Konzept fügt sich gut ein und die Kirche hat das sehr nötig.“