Duisburg: Grammatikoff: Viele offene Fragen, aber keine Antworten

Duisburg: Grammatikoff: Viele offene Fragen, aber keine Antworten

Eine Reihe von Fragen zur aktuellen Diskussion um das Grammatikoff, die ziemlich brisant klingen, legte die Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen am Mittwochnachmittag Dezernent Thomas Krützberg im Kulturausschuss vor.

Beispielsweise: "Wer hat beschlossen, den Beschluss von 1996 und in Folge von 2011, am Standort Dellplatz 16 ein sozio-kulturelles Zentrum einzurichten bzw. zu betreiben, aufzuheben mit dem Ziel, eine neue Nutzung herbeizuführen? Oder: "Warum wurde dem Pächter im Januar 2018 gekündigt und gleichzeitig ein neuer Vertrag in Aussicht gestellt?" Oder auch: "Warum wurde bisher kein politisch legitimiertes Gremium (Aufsichtsrat Gebag, Kulturausschuss) mit Überlegungen zu möglichen Veränderungen am Dellplatz im Allgemeinen und im Grammatikoff im Besonderen befasst?"

Wer auf Antworten von entscheidender Stelle erwartet hatte, wurde indes enttäuscht. Dezernent Krützberg war mit den Fragen schnell fertig: "Antworten werden zu Protokoll gegeben. Die meisten Fragen beziehen sich auf privatrechtliche Belange zwischen der Gebag und dem Grammatikoff-Betreiber. Dazu sage ich nichts. Ob die Gebag die Fragen beantworten wird, weiß ich nicht."

Die Grünen-Sprecherin Claudia Leiße schluckte die Antwort. Sie möchte die schriftliche Stellungnahme abwarten. Unterdessen äußerten einige Beobachter der Diskussion, die öffentlich aber nicht genannt werden möchten, die Befürchtung, dass hinter den Kulissen Dinge geschehen, die nicht gut für das soziokulturelle Leben der Stadt sind.

  • Duisburg : Falls das Grammatikoff schließt...

Vor allem dürfe nicht das Filmforum, dass möglicherweise nach einem (möglichen) Ende des Grammatikoff einen weiteren Kinosaal bekommen könnte, als Buhmann oder Totengräber des Nachbarn dastehen. Gebag-Chef Bernd Wortmeyer soll dem Vernehmen nach nur Interesse an einem zuverlässigen Mieter mit zuverlässigen Mietzahlungen haben. Wer das ist, soll ihm egal sein. Wenn das so ist, so fragen Kulturtreibende, müsse man doch Wege finden, eine abgesicherte Miete und soziokulturelle Angebote, wie sie das Grammatikoff seit einigen Jahren mit beachtlichem Erfolg leistet, zu vereinbaren.

Vermutlich wird die Diskussion hinter den Kulissen weitergeführt, bevor sie erneut auf die Tagesordnung des Kulturausschusses kommt.

(pk)