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Goch: Zollamt Duisburg erwischt Fahrer mit 340.000 Euro in Plastiktüten

Zoll-Kontrolle bei Goch : 340.000 Euro in Plastiktüten – Fahrer will nichts gewusst haben

Mehr als 340.000 Euro Bargeld in Supermarkttüten hat das Zollamt Duisburg am Niederrhein bei Goch im Wagen eines 36-Jährigen gefunden. Die Beamten vermuten, dass das Geld gewaschen werden sollte.

Der Zoll will nun herausfinden, wo die Scheine herkamen und was mit dem Geld geplant war. Gegen den Fahrer leiteten die Fahnder ein Bußgeldverfahren ein, weil er das Geld auf Nachfrage nicht angezeigt hatte.

Den Fund machte das Hauptzollamt Duisburg bereits vor zwei Wochen, teilte ihn aber erst am Montag mit. Demnach war der Mann mit Wohnsitz in Deutschland auf der A57 aus den Niederlanden gekommen, als er bei Goch kontrolliert wurde. Die Frage, ob er Drogen, Waffen oder viel Bargeld dabei habe, verneinte er.

Die Beamten schauten trotzdem nach und entdeckten dabei im Kofferraum die Banknotenbündel in mehreren Plastiktüten einer niederländischen Supermarktkette. Der Mann gab an, nichts von dem Geld zu wissen. Er sei nur für zwei Stunden zum Einkaufen in die Niederlande gefahren und habe sein Auto unbeaufsichtigt abgestellt. Die Beamten glaubten ihm nicht und stellten das Geld sicher.

Der Zoll wies darauf hin, dass bei der Einreise nach Deutschland Bargeld in Höhe von 10.000 Euro oder mehr auf Nachfrage angezeigt und die Herkunft dargelegt werden muss. Eine Nichtanzeige könne mit einem Bußgeld von bis zu einer Million Euro geahndet werden. Mit der Anzeigepflicht soll Geldwäsche etwa zur Finanzierung von Terrorismus und Kriminalität bekämpft werden.

(dpa/dab)