Duisburg: Glücksfall Königsgalerie

Duisburg : Glücksfall Königsgalerie

Der verkaufsoffene Sonntag lockte unzählige Shoppingfans in die Innenstadt. Die neu eröffnete Königsgalerie hat offensichtlich einen positiven Einfluss auf die Geschäftswelt auf dem Sonnenwall.

Mit dem verkaufsoffenen Sonntag hat der Duisburger Einzelhandel am Sonntag offiziell die Vorweihnachtszeit eingeläutet. Das Publikumsinteresse war groß. Auf den Parkplätzen der Innenstadt waren Kennzeichen aus dem ganzen Ruhrgebiet und aus den Niederlanden auszumachen. Ob aus Bochum, Essen, Oberhausen oder Dortmund — im Zentrum der Aufmerksamkeit stand für viele Besucher offensichtlich die neu eröffnete Königsgalerie.

Irna Roser und Christa Lüdtke schauten sich am Stand mit Granatäpfeln und Nüssen um. Foto: Probst, Andreas

Großes Interesse

Schon eine gute halbe Stunde vor Geschäftsöffnung standen die ersten interessierten Kunden vor den geschlossenen Türen des Einkaufszentrums. In so gut wie jedem Gesicht war aufrichtiges Interesse erkennbar und der ein oder andere ließ es sich nicht nehmen, seine Nase schon einmal gegen das Glas zu drücken, um einen kleinen Blick auf das Innenleben der neuen Passage werfen zu können.

Als die Sicherheitsleute um 13 Uhr endlich die Türen öffneten, drängelten sich auch sofort hunderte Besucher durch die engen Eingänge. Dieses Verhalten entspricht den Erwartungen, die der Einzelhandelsverband NRW für diesen Sonntag formuliert hat. " Wir hoffen auf tolles Wetter und auf viel Publikum," sagte Pressesprecherin Sylvia Newitzki. "Wir können uns vorstellen, dass viele Leute aus dem Ruhrgebiet diese Gelegenheit nutzen, um sich die umgestaltete Duisburger Innenstadt einmal etwas genauer anzusehen."

Neben dem Interesse an der Königsgalerie fielen vor allem die Veränderungen am Sonnenwall ins Auge. Die Seitenstraße, die zuletzt immer mehr von ihrem einstigen Charme zu verlieren schien, profitiert augenscheinlich von dem Zugang zur neuen Einkaufspassage. Weit mehr Kunden als früher schlenderten am Sonntag, an den kleinen Ladenlokalen vorbei.

Galerie ein Glücksfall

Auch das entspricht den Beobachtungen des Verbandes. "Wir machen uns keine Sorgen, dass die Galerie dem Sonnenwall die Kunden abgräbt", so Newitzki. "Im Gegenteil, wir beobachten, dass sich da alles andere als eine Neidgesellschaft entwickelt.

Die Königsgalerie ist ein Glücksfall für die umliegenden Straßen, weil sie Kunden anlockt, die sich sonst eher selten in die Seitenstraßen verirrt haben." Das zweite Ziel der meisten Besucher war am gestrigen Sonntag wie erwartet das Forum. Massenweise Gäste drängelten sich in den Geschäften, wobei offensichtlich auch schon das ein oder andere Weihnachtsgeschenk über die Ladentheke ging.

Wer nicht zum Shoppen auf die Königstraße gekommen war, der genoss die warme Herbstsonne auf den Terrassen der Restaurants und Eisdielen der Einkaufsmeile. Dabei unterhielten unzählige Straßenkünstler die Passanten. Flöten-, Gitarren- und Ziehharmonikaklänge untermalten den sonntäglichen Einkaufsspaß und bereiteten so auch den vielen auswärtigen Gästen einen angenehmen Nachmittag in der Innenstadt.

(RP)
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