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Girls Day am BG Klinikum in Duisburg

BG Klinikum in Duisburg : „Girls’ Day“ liefert Einblicke in den Krankenhausalltag

Elf wissbegierige Mädchen hatten sich am Donnerstag im Buchholzer BG Klinikum eingefunden, um sich einige Facetten des Krankenhausbetriebs zeigen zu lassen.

Anlass war der diesjährige „Girls' Day“, der Schülerinnen ab der 5. Klasse Einblicke in bisher von Männern dominierte Berufsfelder geben soll. Klinikum-Mitarbeiterin Monika Langenberg freute sich, dass die angebotenen Teilnehmerplätze schnell ausgebucht waren. Das ist aber auch nicht verwunderlich, denn das angebotene Programm war interessant und vielseitig. Im Fokus stand die Vorstellung der Berufsbilder Unfallchirurgin, Medizintechnikerin und Orthopädietechnikerin, aber auch die Berufe Rettungssanitäterin und Rettungspilotin wurden erklärt.

Dass man in einer Trauma-Klinik immer wieder schnell und spontan reagieren muss, wurde auch am „Girls' Day“ deutlich. Als Veronika Weichert, die Leiterin des Luftrettungszentrums, den Schülerinnen den sich gerade im Landeanflug befindlichen Rettungshubschrauber Christoph 9 vorstellen wollte, drehte dieser kurz vor der Landung wieder ab. Da war ein echter Einsatz dazwischen gekommen, die jungen Besucherinnen mussten sich mit einer Besichtigung des Hubschrauberlandeplatzes auf dem Krankenhaus-Dach begnügen.

Kürzer als geplant verlief auch die „Schockraum-Demo“. Als Schockraum bezeichnet man die Notaufnahme- und Erstversorgungsstation. Unfallchirurg Maarten Bulterys demonstrierte mit seinem Team, was unmittelbar nach der Einlieferung eines Schwerverletzten – dazu diente ein „Dummy“ – passiert. Angenommen wurde ein Unfall eines Jugendlichen, der ohne Helm in einen Fahrradunfall verwickelt wurde und ohne Bewusstsein war. Dabei wurden die Informationen der anliefernden Rettungssanitäter aufgenommen und daraufhin die weiteren Maßnahmen präzise und abgestimmt eingeleitet. Auch die elfjährige Emily beobachtete genau, was geschieht. „Muss man die Ohrringe hier nicht abnehmen?“, fragte sie Schwester Sybille. Diese fühlte sich „voll erwischt“ und versicherte, dass das im Ernstfall natürlich geschehe. Der traf sogar schneller als gedacht ein, denn kurz darauf musste sich das Team um Dr. Bulterys einem echten Fall widmen

Katja (14) und Havin (13) besuchen  die Klasse 8a des Steinbart-Gymnasiums. Beide haben ins Auge gefasst, Medizin zu studieren und Ärztinnen zu werden. „Der Schockraum war schon sehr interessant“, fand Katja und auch ihre Mitschülerin Havin zeigte sich begeistert: „Toll, wie das alles ineinander greift und funktioniert.“ Emily kann sich ja noch bei ihrer Berufswahl etwas Zeit lassen, Vorstellungen hat sie aber auch schon: „Ich möchte Naturwissenschaften studieren und gerne etwas mit Tieren machen.“