Duisburg: Girls' Day 2014: Feuerwehr begeistert

Duisburg : Girls' Day 2014: Feuerwehr begeistert

Zum Mädchenzukunftstag besuchten Duisburger Schülerinnen unter anderem die Feuerwache 5 in Homberg. Dort erwartete sie kein langweiliger Vortrag, sondern ein aufwendig gestaltetes Programm.

Von insgesamt 500 Mitarbeitern im mittleren Dienst der Duisburger Berufsfeuerwehr sind nur vier Frauen – dieses Verhältnis ist mit "Ungleichgewicht" nur unzureichend zu beschreiben. Doch wenn es nach den verantwortlichen Mitarbeitern geht, soll sich daran in Zukunft etwas ändern. Deshalb waren nun schon zum wiederholten Male die Teilnehmerinnen des Girls' Day eingeladen, den Berufsalltag in der Feuerwache 5 in Homberg kennen zu lernen.

Insgesamt durften 32 Schülerinnen mitsamt begleitendem Lehrpersonal einmal in eine Feuerwehruniform schlüpfen – und das nicht nur im übertragenden Sinne. Den Mädchen wurde bei ihrem Besuch auf der Wache wirklich einiges geboten. Der Tag begann mit einem kleinen Vortrag über die Anforderungen und Vorteile einer Ausbildung bei der Berufsfeuerwehr. Anschließend durften die Schülerinnen an insgesamt sechs verschiedenen Stationen beinah alles ausprobieren, was eine echte Feuerwehrfrau können muss. Begleitet wurden sie dabei von den bereits erfahrenen Auszubildenden der Wache, die erklärten und ermutigten und sich von den Mädchen mit allen möglichen Fragen löchern ließen.

An einer der ersten Stationen konnten die Teilnehmerinnen die Einsatzkleidung der Brandlöscher anprobieren. Mitsamt Jacken, schweren Gürteln und Sauerstoffflaschen auf dem Rücken ging es dann im Laufschritt den Übungsturm der Wache hinauf – der immerhin rund 26 Meter misst. "Das ist wirklich super schwer" stöhnt die 16-jährige Nathalie. Der fantastische Ausblick von der obersten Etage entschädigte dann aber für die Anstrengungen beim Ersteigen der vielen Stufen.

Der Turm wurde gleichzeitig allerdings auch noch von einer anderen Gruppe in Beschlag genommen: Drei Schülerinnen der neunten Klasse des Franz-Haniel-Gymnasiums standen am Fuß einer 14 Meter langen Leiter, die an dem Gerüst des Turms lehnte, und lauschten dem Auszubildenden André Erker, der ihnen technische Details erklärte. Danach ging es dann endlich auch für sie hinauf in die luftigen Höhen. Im Gegensatz zu den angehenden Feuerwehrmännern waren die Mädchen dabei natürlich ordentlich gesichert.

Wem bei diesem Abstand zum sicheren Boden schon die Knie zitterten, für den war die folgende Station gewiss nichts. Doch für alle anderen bot sie ein Erlebnis, das man so schnell nicht vergessen wird. Mit der Drehleiter eines Einsatzfahrzeuges stiegen die Teilnehmerinnen ganze 30 Meter hoch. "Man merkt gar nicht mehr, wie hoch man ist. Und der Ausblick ist super", schwärmt Fabienne, nachdem sie sich wieder aus der Schutzjacke geschält hat.

Und als ob das nicht schon das Highlight gewesen wäre, durften die Mädchen im Anschluss auch noch ein echtes Feuer löschen. Alles unter der fachkundigen Aufsicht der Auszubildenden.

Schließlich darf den Schülerinnen nichts passieren, sollen sie doch möglicherweise in Zukunft die Mannschaft der Feuerwehr Duisburg verstärken.

Doch unabhängig davon, ob eine von ihnen wirklich einmal eine echte Feuerwehrfrau werden wird, Spaß hat der Tag bei den Brandschützern auf jeden Fall gemacht. Und an den Ausblick über ganz Duisburg und den Rhein werden sich die Neuntklässlerinnen bestimmt noch lange erinnern.

(RP)
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