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Gewerkschaft Verdi ruft am Mittwoch zum Streik in Duisburg auf

Menschenkette um das Rathaus geplant : Warnstreik: Mülltonnen werden am Mittwoch nicht geleert

Die Mülltonnen in Duisburg bleiben am Mittwoch wohl ungeleert, und wer zur Sparkasse in der City will, sollte seinen Besuch vielleicht auf einen anderen Tag verschieben. Auch bei der Stadtverwaltung wird nicht alles rund laufen.

Die rund 2,3 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen streiken nun schon in der vierten Woche in allen Bereichen des öffentlichen Dienstes. In Duisburg wird dazu am Mittwoch die nächste Warnstreik-Runde eingeläutet. Das teilte die Gewerkschaft Verdi am Dienstag mit.

Vor dem nächsten Verhandlungstermin am 22. und 23. Oktober ruft der Verdi-Bezirk Duisburg-Niederrhein die Beschäftigten folgender Betriebe zu einem gemeinsamen Warnstreik auf: Sparkasse Duisburg, Wirtschaftsbetriebe Duisburg (WBD), Stadtwerke, Sana Klinikum, Jobcenter, Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt sowie die Beschäftigten der Stadtverwaltung Duisburg. Für die Wirtschaftsbetriebe bedeutet das, dass sich die Abfuhr der Mülltonnen um einen Tag nach hinten verschiebt. Die Recyclinghöfe Nord, Süd und West bleiben am Mittwoch geschlossen, nur der in Hochfeld ist geöffnet.

Ganztägig geschlossen bleibt die Zulassungsbehörde des Straßenverkehrsamtes – nicht betroffen ist die Fahrerlaubnisbehörde in Neumühl. Das teilte die Stadt am Dienstag mit. Auch das Hallenbad Neudorf sowie das Allwetterbad Walsum werden bestreikt und bleiben am Mittwoch geschlossen. Das Hallenbad Toeppersee ist nur bis 12 Uhr geöffnet und bleibt am Nachmittag dicht.

„Wir sind in engem Kontakt mit der Polizei Duisburg“, so die Bezirksgeschäftsführerin Martina Hüskes, „um unser gesetzlich verankertes Grundrecht auf Streik auch unter Corona-Bedingungen ausüben zu können. Unser Hygienekonzept steht und hat sich bewährt.“

„Um 10 Uhr treffen sich die Streikenden auf dem Duisburger Burgplatz. Mit Delegationen aus den aufgerufenen Betrieben planen wir eine Menschenkette rund um das Rathaus, erklärt der ver.di-Gewerkschaftssekretär Markus Renner.

(mtm)