Duisburg: Geschäftsleute zornig über Arbeiten am Markt

Duisburg: Geschäftsleute zornig über Arbeiten am Markt

Hochemmerich (szf) Versperrte Wege, gekappte Leitungen, keine Informationspolitik: Die Geschäftsinhaber am Hochemmericher Markt sind wütend über den Verlauf der Arbeiten am Ausbau des Platzes. "Da werden Geschäftsanlieger ohne jegliche Vorwarnung stundenlang von der Außenwelt abgeschnitten, so dass die Ladenlokale zeitweise weder betreten noch verlassen werden können", teilte gestern der Vorsitzende der Werbegemeinschaft Karsten Vüllings mit. Am Dienstag habe ein Bagger für die Dauer einer Baubesprechung direkt vor einer Ladentür geparkt.

Ein Mobilfunkgeschäft sei datentechnisch von der Außenwelt abgeschnitten worden, weil im Zuge der Bauarbeiten die Leitungen der Telekom gekappt wurden: "Der Inhaber kann heute den vierten Tag hintereinander seine Geschäfte an den Nagel hängen, weil Telefonverträge nur noch online abgeschlossen- und prepaid-Karten nur noch online ausgedruckt werden können." Er habe dem ihm zur Klage gegen die Baufirma geraten. Der "absolute Gipfel" sei es aber, "wenn bei einer derart sensiblen Baustelle am Freitag pünktlich um 14 Uhr die Schippen fallen gelassen werden".

Chefsache im Bezirksrathaus

"Das ist uns auch aufgefallen", sagte Bezirksamtsleiter Heinz Trappmann. Er hat die Angelegenheit zur Chefsache erklärt. Natürlich bringe eine Baustelle Ärger mit sich. Aber man müsse bemüht sein, diesen möglichst zu reduzieren – "und wenn ab Mittag kein Bauarbeiter mehr zu sehen ist", dann mute das zumindest so an, als würde nicht mit Hochdruck gearbeitet.

Er werde die Sache "sofort angehen" und klären, inwieweit die Verwaltung Einfluss nehmen könne: "Ich werde Gespräch mit der Fachabteilung führen, die die Baufirma beauftragt hat. Ich nehme das sehr ernst."

(RP)